Anti-ungarische Aktionen in der Ukraine 2014-2018

15. September 2022

Auf Ersuchen des ungarischen Kulturvereins in den Unterkarpaten (KMKSZ) hat das Tivadar Lehoczky Sozialwissenschaftliches Forschungsinstitut des II. Ferenc Rákóczi Ungarischen Hochschule in den Unterkarpaten seit 2014 anti-ungarische Manifestationen in der Ukraine beobachtet und dokumentiert. Zwischen 2014 und 2018 wurden 426 Fälle von anti-ungarischen Manifestationen in der Ukraine erfasst.

Die Mitarbeiter von TV21 Ungvár (Uzhgorod) haben aus den gesammelten Forschungsmaterialen über die Vorgänge und Gräueltaten zwischen 2014 und 2018 einen Dokumentarfilm gedreht.

Der Film „Anti-ungarische Aktionen in der Ukraine“ nuanciert vielleicht das Bild der „unschuldigen“ Ukraine, vor allem ihrer ethnischen Politik.

Das Werk befasst sich nur mit den Gräueltaten, die gegen die Ungarn in den Unterkarpaten begangen wurden, die russische Minderheit wird darin nicht erwähnt. Es ist erwähnenswert, dass der Film nicht nur die Aktivitäten des ukrainischen Staates zeigt, sondern auch die Rolle verschiedener rechtsextremer ukrainischer Organisationen.

Ungarischer Dokumentarfilm aus den Unterkarpaten, 2019 (Zusammenfassung des Forschungsprojekts Minority Monitor)

Der Dokumentarfilm „Anti-ungarische Aktionen in der Ukraine“ wurde 2019 zuerst im Europäischen Parlament in Brüssel präsentiert. Am 20. Mai 2019 wurde der Film im Nationalen Filmtheater Urania in Budapest gezeigt. Im Anschluss an die Präsentation in Budapest konnten Interessierte an einer Diskussion am runden Tisch teilnehmen.

Während des Gesprächs hob Péter Szilágyi, der Ministerialbeauftragte für nationale Politik im Büro des Ministerpräsidenten, den Film hervor: „Es ist ein erstaunlicher Prozess, wie anti-ungarische Manifestationen in den letzten fünf Jahren die Ukraine erreicht haben. Seit 2010 hat sich Ungarn eindeutig für die Ungarn in den Unterkarpaten eingesetzt. Wir versuchen, dieses Thema in jedem Forum anzusprechen, und wir haben nicht vor, in Zukunft etwas anderes zu tun“, sagte der Ministerialbeauftragte. Er wies auch darauf hin, dass Ungarn 2014 eine „Gestenpolitik“ gestartet hat, die nicht nur die Ungarn in den Unterkarpaten, sondern auch die lokale Mehrheitsgesellschaft unterstützt.

Nach Ansicht von Péter Szilágyi wird die Wahl eines neuen Präsidenten (2019) eine neue Chance eröffnen, und man hoffe, dass sich die bilateralen Beziehungen zwischen Ungarn und der Ukraine wieder zum Positiven wenden werden. Man hofft auf Fortschritte in den Bereichen Bildung und Sprachgebrauch und darauf, dass die Ukraine die Rechte der Minderheiten garantiert.

Ildikó Orosz, die Rektorin der ungarischen Hochschule in den Unterkarpaten (Bregszász), sagte während des Gesprächs, dass die Ungarn der Unterkarpaten keine Handlungen gegen den Staat begangen hätten. Aus der Richtung der von der Zentralregierung in Kiew beeinflussten Medien wurde der ukrainischen Bevölkerung jedoch gesagt, die ungarische Minderheit in den Unterkarpaten sei ein Separatist.

„Wir wollen, dass die Ukraine unsere verfassungsmäßigen, gesetzlich garantierten Rechte garantiert und nicht mit zweierlei Maß misst. Wir, als Bürger, wollen eine einheitliche Behandlung und gleiche Rechte. Die Ungarn der Unterkarpaten erwarten von der ukrainischen Führung, dass sie sich an den gesetzlichen Rahmen hält“,

betonte die Rektorin.

„Es gibt mir ein gutes Gefühl, dass ihnen das Schicksal der Ungarn in den Unterkarpaten auch hier nicht gleichgültig ist“, sagte József Barta, Vizepräsident des Ungarischen Kulturvereins in den Unterkarpaten (KMKSZ) und Erster Stellvertretender Vorsitzender des Komitatsrates der Unterkarpaten. Nach Ansicht des Politikers

ist das Überleben der Ungarn in den Unterkarpaten der Solidarität und Unterstützung der ungarischen Regierung und des ungarischen Volkes zu verdanken.

Im Zusammenhang mit dem Wechsel der Präsidentschaft in der Ukraine (2019) äußerte er die Hoffnung, dass der neue Präsident (*Volodimir Selensky) etwas Positives bringen könnte und sich das Schicksal der Ungarn in den Unterkarpaten vielleicht zum Guten wenden könnte. Er fügte hinzu, dass die anti-ungarischen Manifestationen von der abtretenden ukrainischen Regierungsmacht hervorgerufen wurden, da die frühere Führung ein Interesse daran hatte, die unterkarpatische Gemeinschaft zu spalten. „Die ukrainischen Behörden wollten die Einheit der Unterkarpaten destabilisieren und einen ethnischen Konflikt schüren.

Wir hoffen, dass der neu ukrainische Präsident (Selensky) den Minderheiten in der Ukraine ihre Rechte zurückgeben wird.

PS: Das Schicksal der ungarischen Minderheiten in den Unterkarpaten ist seit 2019 noch schwerer gewesen.

A FILM MAGYARUL A LINK ALJÁN TALÁLHATÓ: https://ungarnreal.de/die-situation-der-ungarischen-minderheit-in-der-karpatenukraine-teil-2/

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