Warum verlor Fidesz die Wahl?
20. April 2026 https://www.eucharisztikuskongresszus.hu/JB_hit_617.html
Wir hatten in Ungarn gerade eine funktionierende Regierung, mit zunehmender öffentlicher Sicherheit, einem weltweit einzigartigen System der Familienförderung, niedrigen Lebenshaltungskosten, wirtschaftlichem Aufschwung, vom Ausland zurückgekauften strategischen Wirtschaftssektoren, Goldreserven, die sich im Vergleich zu 2010 um das 35-fache erhöht haben, sowie mit einem weltberühmten Ministerpräsidenten, der gleichzeitig freundschaftliche Beziehungen zum US-Präsidenten, zum russischen und zum chinesischen Präsidenten unterhielt.
Man kann sagen, was man will, Tatsache ist, dass Viktor Orbán Ungarn nach 500 Jahren wieder auf die Weltkarte gesetzt hat. Seit König Matthias gab es in der ungarischen Geschichte keinen Staatsmann, der ihm das Wasser hätte reichen können.
Und das alles haben drei Millionen Wähler den Kriegshyänen zum Fraß vorgeworfen, nur weil sie sich nach Abwechslung sehnten. Nun, sie werden ihre Abwechslung bekommen, das ist sicher. So wie sie sie auch schon zwischen 2002 und 2010 bekommen hatten, nur erinnert man sich daran nicht mehr.
DIE SOZIALEN MEDIEN ALS WUNDERWAFFE
Es steht außer Frage, dass Facebook und andere Soziale Medien diese Wahl für die Tisza, also für die EU und die Ukraine, gewonnen haben. Das ungarische Volk ist unter den Einfluss der sozialen Medien vor allem von Facebook geraten.
Nach der Verbreitung der Smartphones wurde in Ungarn fast jeder zum Facebook-Nutzer, sogar auch diejenigen, die das ursprünglich gar nicht wollten. Facebook sollte angeblich dazu dienen, uns kostenlos mit unseren Bekannten zu vernetzen. Dabei werden wir manipuliert, und es ist mitnichten kostenlos, denn wir bezahlen dafür mit unserer Seele.
Facebook und die anderen sozialen Medien sind die Wunderwaffe der unsichtbaren Macht, auch Deep State genannt.
Nicht die Atombombe, nicht das Coronavirus und nicht die Klimaangst sind das. Sondern Facebook. Die Ereignisse des „Arabischen Frühlings“ im Jahr 2010 waren der erste Testlauf dieser Wunderwaffe. Auch den Putsch in Kiew im Jahr 2014 haben die sozialen Medien mit inszeniert.
Fidesz hat daraus nichts gelernt. Nachdem sie Anfang der 90er Jahre seine wirtschaftliche Basis aufgebaut hatte, schuf sie in den Jahren zwischen 2002 und 2010 eigene Medien. Eines hat sie jedoch vergessen: das Internet und vor allem die sozialen Medien, insbesondere Facebook. Es entstand eine ungleiche Situation: die sozialen Medien sind zu einer unverzichtbaren Infrastruktur geworden.
Die sozialen Medien waren stark parteiisch auf der Seite der jeweiligen globalistischen Opposition gegen die nationalkonservative ungarische Regierung.
Das war in den letzten zwei Jahren die Tisza-Partei. Die Mainstream-Nachrichtenportale, Telex, 444, HVG usw. werden vom Facebook-Algorithmus so präsentiert, dass für jeden eine eigene alternative Realität geschaffen wird, in der es keine Widersprüche gibt, denn jene Dinge, die nicht zum persönlichen (falschen) Glauben des jeweiligen Nutzers passen, werden ihm vom Facebook-Newsfeed sorgfältig vorenthalten.
Putin hat diese Gefahr rechtzeitig erkannt und in Russland sein eigenes Facebook kreieren lassen: Vkontakte. Auch Elon Musk wusste Bescheid und hat Twitter gekauft. Hätte Putin Vkontakte nicht, wäre er nicht mehr an der Macht, und hätte Elon Musk Twitter nicht, wäre Trump 2024 nicht gewählt worden.
DIE MEHRHEIT LEHNT GEWALT AB – ODER DOCH NICHT?
Was Fidesz ebenfalls falsch eingeschätzt hat, ist die Einstellung der Menschen zu Gewalt. Früher, um die Zeit der Wende, war es offensichtlich, dass die Menschen keinen Krieg wollten. Weder einen Weltkrieg noch einen Bürgerkrieg, überhaupt keinen Krieg, keine Not und keinen Hunger. Denn sie wussten nur zu gut, wie das ist, es hatte ihnen gereicht, das ein- oder zweimal durchgemacht zu haben. Doch diese Generation stirbt aus.
Die Mehrheit der heutigen Wähler hat keine Ahnung, was Krieg und Hunger, ja nicht einmal, was Benzinknappheit ist. Das interessiert sie nicht, weil sie es nicht kennen.
Gewalt hingegen scheint der Pöbel zu lieben und zu gutzuheißen (solange er sie nicht am eigenen Leib erfahren muss). Wenn es in einem Land wie Ungarn möglich ist, auf der Bühne ungestraft die Erschießung des Ministerpräsidenten zu inszenieren, wenn man auf den Wahlkampftouren des Ministerpräsidenten ungestraft fäkalsprachlich über ihn herziehen kann, wenn man bei einem Konzert vor einem jugendlichen Publikum mit den Genitalien winken darf, dann bedeutet das, dass die Autorität der Regierung schwächelt. Die Menge will immer zu den Starken gehören, niemals zu den Schwachen.
Die stille und friedliche Mehrheit, auf die Viktor Orbán gesetzt hat, ruht bereits größtenteils auf den Friedhöfen.
Früher galt es als selbstverständlich, dass ein Politiker auch moralisch mit gutem Beispiel vorangehen muss und kein ausschweifendes Leben führen darf. Heute ist in den Augen der Jugendlichen und sogar eines Großteils der Erwachsenen ein monogamer christlicher Familienvater kein Vorbild mehr.
Ihr Held ist nicht der Großvater mit fünf Kindern und sechs Enkelkindern, sondern ihr Held ist der ungarische Gaddafi, der Anführer, der mit dem durchtrainierten Bauch, der jede Frau bekommen kann (vielleicht sogar Männer, wer weiß…).
Diese Lage hat Fidesz tragischerweise nicht berücksichtigt. Viktor Orbán war zu optimistisch.
Im Nachhinein ist klar, dass Fidesz nur dann eine Chance gehabt hätte, wenn sie von Anfang an drastisch, zumindest aber mit der ganzen Strenge des Gesetzes, gegen Grenzüberschreitungen vorgegangen wäre, wie die auf der Bühne inszenierte Kopfschuss-Darbietung, das Tragen einer Pistole bei einer Bürgerversammlung, das Anschreien von Gläubigen beim Verlassen der Kirche, das Anrempeln von Reportern oder die bewusste, organisierte Störung von Fidesz-Veranstaltungen.
Man muss auch die Frage stellen,
was dieser vermutlich Drogen konsumierende Frauenheld und chronische Lügner über 10 Jahre lang in der Nähe einer christlichen Regierung zu suchen hatte?
Wir könnten endlos die Skandale aufzählen, die alle zum aktuellen Sturz der Regierung beigetragen haben und die allein dadurch hätten verhindert werden können, dass Fidesz ihre eigenen konservativen und christlichen Werte ernst genommen hätte!
Péter Magyar hätte schon vor vielen Jahren, gleich zu Beginn, aus der Fidesz ausgeschlossen werden müssen.
WAS KOMMT JETZT?
Kurzfristig vermutlich Treibstoffknappheit, Gaspreiserhöhungen, Strompreiserhöhungen, Steuererhöhungen, kostenpflichtige Gesundheitsversorgung, und parallel dazu wird man mit der Aufnahme der Ukraine in die EU beginnen.
Aber das ist nur die erste Phase. Wenn dann die juristischen Auseinandersetzungen beendet sind, folgt die Privatisierung der mühsam zurückgekauften Versorgungsunternehmen und der sonstigen lebenswichtigen staatlichen Infrastruktur (Flughäfen, Straßennetz, Eisenbahn, Kraftwerke, usw.), während parallel dazu der Beitritt zur gemeinsamen europäischen Armee und zur Europäischen Staatsanwaltschaft erfolgt,
was ein notwendiger Schritt zur Verwirklichung des Albtraums namens „Vereinigte Staaten von Europa“ ist.
Jetzt hängt alles davon ab, ob es Brüssel gelingt, die Ausweitung des Krieges innerhalb von vier Jahren zu verwirklichen. Wenn nicht, besteht noch die Chance, dass Fidesz 2030 zurückkehrt. Wenn ja, ist es hingegen denkbar, dass es keine Wahlen mehr geben wird und die Geschichte Ungarns als eigenständiges Land 500 Jahre nach Mohács endgültig zu Ende geht. Und Péter Magyar wird als Gegenpol zu König Stephan, als Anti-Staatsgründer, der das Land noch mehr ruiniert hat als Mihály Károlyi 1918, in die Geschichte eingehen.
Quelle: https://www.eucharisztikuskongresszus.hu/JB_hit_617.html, eine Kurzfassung
Deutsche Übersetzung von Dr. Andrea Martin