8. Október 2026 Határállapot von András Rab
Sopron und Eisenstadt waren vor hundert Jahren zwei Städte derselben mehrsprachigen Grenzregion. Aus der einen verschwand das Deutsche beinahe vollständig. Aus der anderen verschwand das Ungarische beinahe vollständig. Beides ist ein Verlust. Grenzzustand.
Ist das Ungarische nur dann gut, wenn es im Museum ist?
Es gibt eine alte Ansichtskarte aus Eisenstadt. Darauf ist die Judengasse zu sehen, im Hintergrund die Synagoge. Oben stehen der Name der Stadt und die Bildbeschreibung in zwei Sprachen: „Kismarton–Eisenstadt. Zsidó-utca a híres templomával. Judengasse mit dem historischen Tempel.“ Heute bedarf es fast schon einer Erklärung, was eine ungarische Beschriftung auf einer alten Ansichtskarte einer österreichischen Landeshauptstadt zu suchen hat. Damals bedurfte es keiner.
Eisenstadt gehörte zur selben mehrsprachigen westungarischen Welt wie das nur wenige Kilometer entfernte Sopron, Ödenburg.
Deutsche, Ungarn, Kroaten und Juden lebten nebeneinander, und die sprachlichen Grenzen waren weit weniger scharf, als es das spätere nationalstaatliche Gedächtnis gerne darstellt.
Das 20. Jahrhundert beseitigte diese Welt auf beiden Seiten der Grenze nahezu vollständig. Nur nicht auf dieselbe Weise.
Zunächst kam die Magyarisierung: Das Ungarn der Doppelmonarchie betrieb eine Magyarisierungspolitik. Das zu leugnen wäre unnötig, aber es kommt darauf an, was man darunter versteht. Ungarisch wurde zur zentralen Sprache des Staates. Ab 1879 wurde auch an Volksschulen mit nichtungarischer Unterrichtssprache der Unterricht in Ungarisch verpflichtend. Das bedeutete noch nicht, dass von einem Tag auf den anderen deutsche oder kroatische Kinder auf Ungarisch unterrichtet werden mussten. Das Nationalitätengesetz von 1868 ließ der örtlichen Sprachverwendung sowie dem konfessionellen und nationalitätenbezogenen Schulwesen erheblichen Spielraum. Um die Jahrhundertwende wurde die Politik jedoch härter, und die sogenannte Apponyi-Regelung verlangte nun tatsächlich Ungarischkenntnisse und machte die Schule immer deutlicher zu einem Instrument der Assimilation. Der Staat vereinheitlichte auch die amtlichen Ortsnamen. In der Verwaltung, bei der Post, bei der Eisenbahn und in den staatlichen Registern wurde jeweils eine offizielle ungarische Namensform verwendet. Dadurch wurde die Verwendung von Ödenburg, Eisenstadt oder kroatischen Ortsnamen nicht verboten. Die staatliche Öffentlichkeit wurde ungarisch. Das war kein harmloser Prozess. Der ungarische Staat der Jahrhundertwende baute einen Nationalstaat auf, und damit war auch eine erhebliche Assimilationsabsicht verbunden.
Eisenstadt: von 1.255 auf 373
Die Zahlen lassen nur wenig Raum für Romantik. 1910 wurden auf dem Gebiet des heutigen Eisenstadt – also Stadt, Oberberg, Unterberg und Schlossgrund zusammengerechnet – 1.255 ungarischsprachige Menschen gezählt. In Eisenstadt waren es 834, auf dem Oberberg 296, auf dem Unterberg 60 und in Schlossgrund 65.
1923 lauteten die entsprechenden Zahlen: 237, 95, 12 und 29. Insgesamt also 373.
Zwei Jahre nach dem Wechsel der staatlichen Zugehörigkeit war mehr als zwei Drittel der ungarischsprachigen Bevölkerung aus der Statistik verschwunden.
Natürlich gab es tatsächliche Abwanderung. Ungarische Staatsbedienstete, Soldaten, Beamte und ihre Familien verließen die Region, als die neue Grenze gezogen wurde. Doch den Rückgang von 1.255 auf 373 kann man nicht mit einigen weggezogenen Beamten erklären. Und es ist ebenso wenig sinnvoll, ihn einfach damit zu beschreiben, dass sich „die Selbstidentifikation verändert“ habe. Ein Mensch entscheidet nicht im luftleeren Raum, welcher Sprachgruppe oder Nationalität er sich zurechnet.
Die Sprache des neuen Staates wurde Deutsch. Deutsch wurde zur Sprache der Behörden, des beruflichen Aufstiegs, des Schulwesens und des neuen politischen Umfelds. Eine Studie über diese Zeit spricht von einer „aggressiv deutschnationalen, antimagyarischen Stimmung“. Der Landeshauptmann Alfred Walheim ging 1923 bereits gegen das ungarische „Geplapper“ vor, und eine zeitgenössische Formulierung aus dem Bildungsbereich erklärte ohne größere Umschweife:„
Aufgabe der Schule ist es, zum Deutschtum zu erziehen.“ Die Aufgabe der Schule besteht darin, zur deutschen Identität zu erziehen.
All dies begann nicht erst 1938, unter dem NS-Regime. Wir sprechen vom parlamentarischen Österreich der 1920er-Jahre.
Auch die Identitätsveränderung hinterließ subtilere Spuren. In der Öffentlichkeit nach dem Wechsel der staatlichen Zugehörigkeit tauchten bei Menschen, die ihren Namen zuvor auf Ungarisch verwendet hatten, zunehmend deutsche Formen der Vornamen auf – oftmals sogar neben einem nichtdeutschen Familiennamen. Aus Ferenc wurde Franz, aus István Stefan, aus József Josef. Ein einzelner Name beweist dabei gar nichts. Wenn sich jedoch die öffentliche Namensverwendung in einer Stadt innerhalb kurzer Zeit massenhaft verändert, sagt das bereits etwas darüber aus, welche Identität bequemer geworden war. Vielleicht ist deshalb der Fall Sándor Wolf so interessant. In österreichischen Quellen wird er häufig als Alexander Wolf bezeichnet, und heute erinnert in Eisenstadt die Alexander-Wolf-Gasse an ihn. In den Materialien der Universität Wien über ihn wird jedoch ausdrücklich angemerkt, dass er selbst sich konsequent Sándor nannte. Wolf wurde nicht zu Alexander. Wir haben ihn nachträglich dazu gemacht.
Auf der anderen Seite der Grenze
Die Geschichte des auf der anderen Seite der Grenze verschwundenen Ödenburg, des heutigen Sopron, ist beinahe ein spiegelverkehrtes Gegenbild dazu. Noch 1920 war die Stadt zu fast der Hälfte deutschsprachig. Die deutsche Präsenz nahm bereits in der Zwischenkriegszeit ab, doch der eigentliche Bruch kam 1946. Im Frühjahr mussten nahezu 7.000 Soproner aufgrund ihrer deutschen Muttersprache oder Nationalität die Stadt und Ungarn verlassen und alles zurücklassen. Hier gibt es nichts zu beschönigen. Es war eine Kollektivstrafe. Häuser, Geschäfte, Weinberge, Werkstätten und Familiengeschichten blieben zurück. Eine jahrhundertealte städtische Sprache brach innerhalb weniger Monate zusammen.
Auch für diejenigen, die blieben, wurde es nicht einfacher. Die deutsche Identität wurde für lange Zeit suspekt, und später beschleunigte das kommunistische Regime die Assimilation nicht mehr durch Aussiedlung, sondern mit den weitaus stilleren Mitteln des Bildungswesens, der sozialen Mobilität und der institutionellen Einsprachigkeit. Es gibt jedoch eine wichtige Asymmetrie.
Die schwerste Zerschlagung der deutschen Welt Soprons erfolgte nach dem Zweiten Weltkrieg, im sowjetisch besetzten Ungarn und anschließend unter einer kommunistischen Diktatur. Der dramatische Rückgang der ungarischsprachigen Öffentlichkeit in Eisenstadt setzte dagegen bereits im parlamentarischen Österreich der 1920er-Jahre ein.
Dadurch wird die Ungerechtigkeit gegenüber keiner einzigen 1946 ausgesiedelten Familie geringer. Es wird lediglich schwieriger, jene bequeme Erzählung aufrechtzuerhalten, nach der auf der einen Seite die nationalistische Magyarisierung stand, während auf der anderen Seite einfach die natürliche Ordnung der Dinge wiederhergestellt worden sei. Auch die Rechte wurden nicht von heute auf morgen zurückgegeben.
Österreich wurde nach 1945 wieder zu einem demokratischen Staat. Die rechtliche Wiederherstellung der Rechte der historischen Minderheiten im Burgenland verlief jedoch erstaunlich langsam. Der Österreichische Staatsvertrag von 1955 gewährte den Burgenlandkroaten und Slowenen besondere Rechte im Bildungswesen, im amtlichen Bereich und bei topografischen Bezeichnungen. Die ungarische Minderheit gehört nicht zu den in Artikel 7 namentlich geschützten Volksgruppen. Auf das allgemeine Volksgruppengesetz musste bis 1976 gewartet werden. Eine umfassende rechtliche Regelung der zweisprachigen ungarisch-deutschen und kroatisch-deutschen Ortstafeln im Burgenland erfolgte erst im Jahr 2000. Und im Sommer
2026 beschloss das österreichische Parlament – fünfzig Jahre nach Inkrafttreten des Volksgruppengesetzes – alle sechs autochthonen Volksgruppen, darunter auch die ungarische, namentlich und durch eine verfassungsrechtliche Bestimmung im Gesetz festzuschreiben. Hundertfünf Jahre nach der Entstehung des Burgenlandes.
Und auch heute bedeutet ein Recht noch nicht immer tatsächliche Sprachverwendung. Dem österreichischen eigenen Minderheitensprachenbericht zufolge ist die Möglichkeit der Verwendung des Ungarischen vor burgenländischen Gerichten rechtlich gewährleistet; im untersuchten Zeitraum gab es dennoch keinen einzigen solchen Fall. Der Bericht selbst weist darauf hin, dass die praktische Verwendung des Ungarischen in diesem Bereich gestärkt werden sollte. Das Ungarische ist also rechtlich zurückgekehrt. In den Alltag jedoch weit weniger.
Das ungarische Spiegelbild
Ungarn hat keinen Grund, in der Minderheitenpolitik den Eindruck von Unschuld zu erwecken. Die Aussiedlung der Deutschen, die Stigmatisierung nach dem Krieg und die Assimilation unter dem kommunistischen Regime gehören zur Geschichte des ungarischen Staates. Nach dem Systemwechsel kam es jedoch zu einer bemerkenswerten Wende. Das Minderheitengesetz von 1993 definierte die historischen Minderheiten als staatstragende Faktoren, erkannte die Bewahrung ihrer Identität, Sprache und Kultur auch als kollektives Recht an und schuf das System der kommunalen Selbstverwaltungen der Minderheiten.
In Sopron gibt es seit 1995 eine deutsche Nationalitätenselbstverwaltung. Es gibt Kindergärten und Schulen mit deutschem Nationalitätenunterricht und eine heute bestehende Schule trägt ganz selbstverständlich den Namen „Deutsche Nationalitätenschule Ödenburg – Soproni Német Nemzetiségi Iskola“.
Das bedeutet nicht, dass Sopron seine Hausaufgaben gut erledigt hätte. Das hat es nicht. An zahlreichen Stellen der historischen Innenstadt fehlen deutsche Beschriftungen zu Unrecht. Der Name Ödenburg ist weit weniger sichtbar, als es die Geschichte einer über Jahrhunderte mehrheitlich deutschen Stadt rechtfertigen würde. Aber etwas Wichtiges ist geschehen. Deutsch wurde zumindest teilweise wieder in die Gegenwart zurückgeholt. Man begegnet der Sprache nicht nur im Museum. Sie kann Unterrichtssprache sein. Sie kann die Sprache einer Selbstverwaltung sein. Sie kann eine heutige kulturelle Identität sein.
In Eisenstadt blickt uns das Ungarische dagegen weitaus häufiger von einer alten Ansichtskarte, aus einem Archivdokument oder von einem Museumsobjekt entgegen. Dabei ist das Ungarische wieder hier. An der Eisenstädter Volksschule besuchten im Schuljahr 2024/25 69 Kinder eine Ungarisch-Arbeitsgemeinschaft, während die Schule insgesamt 372 Schülerinnen und Schüler hatte. Das bedeutet nicht, dass jedes fünfte Kind ungarischer Nationalität wäre. Das gibt die Zahl nicht her. Sie zeigt aber sehr wohl, dass das Interesse an der ungarischen Sprache keineswegs ein museales Phänomen ist. Ungarische Familien leben in Eisenstadt. Ungarische Kinder besuchen die Schulen der Stadt. Ungarische Arbeitnehmer arbeiten in der Stadt. Gleichzeitig bietet die Stadt in den mehrsprachigen Versionen ihrer Formulare für Bildung und Nachmittagsbetreuung für das Schuljahr 2026/27 Englisch, Farsi und Türkisch an. Eine ungarische oder kroatische Version wird auf der betreffenden Seite nicht aufgeführt. Dafür gibt es sicherlich praktische Erklärungen. Aber genau aus solchen Kleinigkeiten setzt sich die sprachliche Realität einer Stadt zusammen.
Wenn aus allem „diversity” wird
Hinter der heutigen österreichischen progressiven Minderheitenpolitik steht grundsätzlich ein anständiger Gedanke. Die Familiensprache und Kultur eines türkischen, syrischen, afghanischen oder ukrainischen Kindes verdient ebenso Respekt wie die eines ungarischen oder kroatischen Kindes. Bei der Menschenwürde gibt es keine Rangordnung. In der historischen Situation hingegen gibt es Unterschiede. Das weiß auch das österreichische Recht selbst. Deshalb gibt es den Begriff der „autochthonen Volksgruppe“. Die ungarische und kroatische Sprache im Burgenland sind nicht einfach die von einzelnen heutigen Familien von zu Hause mitgebrachten Sprachen. Sie
Sie sind die eigenen historischen Sprachen des Burgenlandes. Die Sprache der Behörden. Der Schule. Der Kirche. Der Ortsnamen. Des Grundbuchs. Der Zeitung. Des Friedhofs.
Der heutige institutionelle Multikulturalismus neigt dagegen dazu, alles in dieselbe angenehme „Diversity“-Schublade zu stecken. Ungarisch, Kroatisch, Türkisch, Arabisch, Ukrainisch: fünf kulturelle Hintergründe auf einem schönen gemeinsamen Tableau.
Die Geste ist edel. Das erinnerungspolitische Ergebnis ist dennoch merkwürdig. Denn gegenüber der Mehrheitsgesellschaft entsteht dadurch eine historisch nicht vorhandene Symmetrie. Der historische Status bedeutet nicht, dass die Kultur eines ungarischen oder kroatischen Kindes mehr wert wäre als die eines syrischen Kindes. Er bedeutet, dass ein Staat gegenüber einer Sprache eine andere Verantwortung hat, wenn diese Sprache über Jahrhunderte hinweg Teil des öffentlichen Lebens in diesem Land war und im Verlauf der Geschichte dieses Staates zurückgedrängt wurde. Diesen Unterschied verschwinden zu lassen ist keine Toleranz, sondern ein Verlust des historischen Gedächtnisses.
Die Burg des Friedens
In Stadtschlaining steht die Friedensburg. Die Ausstellung erzählt von der Geschichte des Burgenlandes, seinen Konflikten, Volksgruppen und Formen des Zusammenlebens. Die dazugehörige ehemalige Synagoge erinnert an die jüdische Bevölkerung des Südburgenlandes, die 1938 vertrieben und vernichtet wurde. Der persönliche Audioguide ist auf Deutsch und Englisch verfügbar. Auf Ungarisch nicht. Auf Kroatisch ebenfalls nicht. Führungen auf Ungarisch und Kroatisch können im Voraus gebucht werden, von einem Verbot kann also keine Rede sein. Wer jedoch einfach hereinkommt, für den ist Englisch als Sprache des individuellen Besuchs selbstverständlicher als die beiden historischen Minderheitensprachen des Burgenlandes. Eine Kleinigkeit – gerade deshalb interessant. Kein Germanisierungsdekret, kein Skandal, kein politisches Programm. Nur eine völlig selbstverständlich wirkende Rangordnung dessen, welche Sprache zur Gegenwart gehört und welche eher zur Vergangenheit.
Das jüdische Eisenstadt
In der jüdischen Geschichte tritt der Unterschied zwischen Erinnerung und Gegenwart noch deutlicher hervor. Eisenstadt war eines der bedeutenden Zentren des westungarischen Judentums. Als Teil der besonderen Welt der sieben jüdischen Gemeinden lebten hier Rabbiner, Händler, Winzer, Gelehrte und Familien. Ein erheblicher Teil von Unterberg-Eisenstadt war jüdisch geprägt. Das Jahr 1938 beseitigte diese Welt. Heute gibt es das Österreichische Jüdische Museum, die kleine Privatsynagoge im Wertheimerhaus ist erhalten geblieben, ebenso ein großer Teil des ehemaligen jüdischen Viertels und zwei Friedhöfe. Das Museum schreibt zu Recht, dass das bauliche Ensemble im europäischen Vergleich außergewöhnlich viel von der ehemaligen Gemeinde bewahrt hat. Nur: Die Gemeinde gibt es nicht mehr. Den Stein, der auf den beigefügten Fotos zu sehen ist, habe ich nicht in einem Archiv gefunden. Nicht in einer Museumsvitrine. Er liegt auf dem jüdischen Friedhof von Eisenstadt, zwischen hebräischen Grabsteinen. Auf Ungarisch. Das ungarische und das jüdische Eisenstadt sind auf ihm zugleich präsent. Und von beiden ist vor allem die Erinnerung geblieben.

Die jüdische Gemeinde von Sopron wurde durch den Holocaust ebenfalls nahezu ausgelöscht. Dennoch gibt es heute wieder eine jüdische Glaubensgemeinde in Sopron, mit einem eigenen Gebetsraum und einem Gemeindehaus. Gemessen an der Welt vor dem Krieg ist dies ein bescheidener Neuanfang, aber es ist eine lebendige Gemeinschaft. In Sopron sind sowohl ein Teil der deutschen als auch der jüdischen Welt in die Gegenwart zurückgekehrt.
Eisenstadt bewahrt seine Vergangenheit hervorragend. Vielleicht ist es ihm sogar zu gut gelungen, sie zu einer Vergangenheit zu machen.
Dann meldet sich das lebendige Ungarische zu Wort
Vor diesem Hintergrund erscheinen auch einige banale lokale Facebook-Debatten in einem anderen Licht. Ich schreibe über lokale Themen, manchmal provokant. Ich glaube nicht, dass man über eine Stadt, Medien, Politik oder historische Erinnerung sprechen kann, ohne dass sich dabei jemand unwohl fühlt. Man kann sagen, dass ich mich irre. Man kann sagen, dass ich übertreibe. Man kann widersprechen.
Was mich überrascht hat, ist, wie schnell ich in einer solchen Debatte einfach zum Ungarn werde. Solange ich darüber schreibe, dass man vielleicht nicht um halb sechs Uhr morgens die Innenstadt mit einem leistungsstarken Laubbläser aufwecken sollte, bin ich noch ein Anwohner wie jeder andere. Wenn ich das Land, die Medien oder die historische Erinnerung des Burgenlandes kritisiere, taucht innerhalb weniger Sätze Ungarn auf. Der Eiserne Vorhang. Viktor Orbán. Die ungarischen Medien. Und dann Sätze darüber, dass die Ungarn „Neofaschisten“ seien, die ihr Land verlassen hätten, um sich dort niederzulassen, wo die besten Sozialleistungen gezahlt würden. Gleichzeitig kann man mir ausführlich erklären, ich solle nicht provozieren, nicht „das Opfer spielen“ und keine Unruhe stiften.
Natürlich sind nicht alle Österreicher so. Das zu behaupten wäre genauso töricht wie das, was über die Ungarn geschrieben wurde. Aber bei erstaunlich vielen Menschen habe ich erlebt, wie dünn die Oberfläche der Toleranz werden kann, sobald der Ungar nicht mehr historische Kulisse ist. Und manchmal kommt darunter etwas so unverblümt zum Vorschein, dass es schwerfällt, dafür einen anderen Begriff als Ungarnfeindlichkeit zu finden.
Der museale Ungar ist sicher. Das ungarische Kulturerbe des Burgenlandes lässt sich leicht lieben. Schön ist die Tracht. Schön sind die Volkstänze. Schön ist das ungarische Lied. Schön ist die zweisprachige Festansprache. Schön ist die hundert Jahre alte ungarische Ansichtskarte in der Vitrine.
Der museale Ungar ist nicht gefährlich. Er widerspricht nicht. Er fragt nicht, warum seine Sprache verschwunden ist. Er fragt nicht, wie aus 1.255 Ungarn innerhalb von zwei Jahren 373 wurden.
Er fragt nicht, warum wir ganz selbstverständlich von „Magyarisierung“ sprechen, während das Wort „Germanisierung“ bereits unangenehmer wirkt.
Er fragt nicht, warum die ungarische Minderheit in Österreich bei den besonderen Minderheitenschutzbestimmungen des Staatsvertrags von 1955 außen vor blieb. Er fragt nicht, warum die ungarischen Ortstafeln erst im Jahr 2000 eingeführt wurden. Er fragt nicht, warum Österreich erst 2026 so weit gekommen ist, alle sechs autochthonen Volksgruppen namentlich in einer Verfassungsbestimmung festzuschreiben. Er fragt nicht, warum man sich die Geschichte des Burgenlandes mit einem Audioguide auf Englisch anhören kann, aber nicht auf Ungarisch.
Der museale Ungar ist eine angenehme Minderheit. Die Probleme beginnen, wenn er lebendig wird. Wenn er in die Innenstadt von Eisenstadt zieht. Wenn sein Kind dieselbe Schule besucht. Wenn er nicht nur bei Volksgruppenveranstaltungen Ungarisch spricht. Wenn nicht jemand anderes seine Geschichte an seiner Stelle erzählt. Wenn er Fragen stellt. Und vor allem, wenn er Kritik übt.
Es geht nicht darum, wer besser war
Ungarn betrieb eine Magyarisierung. Ungarn siedelte die Deutschen aus Sopron aus. Das kommunistische Regime beschleunigte die Assimilation weiter. Sopron zeigt seine eigene deutsche Vergangenheit bis heute nicht ausreichend und angemessen. Österreich wiederum unternimmt heute rechtlich und finanziell viel für den Erhalt seiner historischen Volksgruppen. All das ist gleichzeitig wahr.
Aber ebenso wahr ist, dass die Geschichte der Germanisierung des Burgenlandes weitaus seltener einen so klaren Namen erhält wie die frühere Magyarisierung. Wahr ist auch, dass die Rückgabe der Minderheitenrechte in Österreich erstaunlich langsam erfolgte und die tatsächliche institutionelle Präsenz der ungarischen Sprache heute noch deutlich schwächer ist, als man angesichts des Status als autochthone Volksgruppe erwarten würde. Und wahr ist auch, dass das Ungarn nach dem Systemwechsel – trotz all seiner historischen Verfehlungen und heutigen Defizite – seine historischen Minderheiten in mehreren wichtigen Bereichen schneller wieder in das öffentliche Leben einbezogen hat: mit eigenen Selbstverwaltungen, Institutionen, Schulen und der Möglichkeit, ihre Namen zu verwenden.
In Sopron gibt es noch immer zu wenig Ödenburg. Aber es gibt eine Deutsche Nationalitätenschule Ödenburg. In Eisenstadt finden wir unzählige Zeugnisse von Kismarton. Nur vor allem im Museum. Vielleicht ist das der größte Widerspruch der ganzen Geschichte.
Sopron und Eisenstadt waren vor hundert Jahren zwei Städte derselben mehrsprachigen Grenzregion. Aus der einen verschwand das Deutsche beinahe vollständig. Aus der anderen verschwand das Ungarische beinahe vollständig. Beides ist ein Verlust.
Sopron hat – spät, bruchstückhaft und keineswegs kritiklos – bereits einen Teil seines Ödenburg wieder in die Gegenwart zurückgeholt. Eisenstadt bewahrt die Erinnerung an Kismarton sehr schön.
Der nächste Schritt wäre, sich nicht nur daran zu erinnern. Denn eine historische Minderheit lebt nicht dann, wenn es ein Museum über sie gibt. Sondern dann, wenn sie zu Wort kommt. Und die anderen dies als etwas Selbstverständliches ansehen.
Autor, Andreas Rab ist ein ungarischer Heimatforscher von Eisenstadt/Kismarton (Österreich)
MAGYARUL
Sopron, Kismarton és egy száz év óta eltűnő többnyelvű világ
A magyar addig jó, amíg múzeumban van? Sopron, Kismarton és egy száz év óta eltűnő többnyelvű világ. (Rab András „Határállapot“ című sorozatából)
Van egy régi kismartoni képeslap. A Zsidó utca látható rajta, háttérben a zsinagógával, felül két nyelven áll a város neve és a kép magyarázata: Kismarton–Eisenstadt. Zsidó-utca a híres templomával. Judengasse mit dem historischen Tempel. Ma már szinte magyarázatra szorul, hogy mit keres egy osztrák tartományi főváros régi képeslapján magyar felirat. Akkoriban nem szorult.
Kismarton ugyanannak a többnyelvű nyugat-magyarországi világnak volt a része, mint a néhány kilométerrel arrébb fekvő Sopron, Ödenburg.
Németek, magyarok, horvátok és zsidók éltek egymás mellett, és a nyelvi határok jóval kevésbé voltak élesek, mint ahogyan azt a későbbi nemzetállami emlékezet szereti elképzelni.
A huszadik század ezt a világot a határ mindkét oldalán szinte teljesen felszámolta. Csak nem ugyanúgy.
Előbb magyarosítás volt, a dualizmus Magyarországa magyarosított. Ezt fölösleges tagadni, de nem mindegy, mit értünk alatta. A magyar lett az állam központi nyelve. 1879-től a nem magyar tannyelvű népiskolákban is kötelezővé vált a magyar tanítása. Ez még nem jelentette azt, hogy másnaptól német vagy horvát gyerekeket magyarul kellett oktatni. Az 1868-as nemzetiségi törvény jelentős teret hagyott a helyi nyelvhasználatnak, a felekezeti és nemzetiségi oktatásnak. A századfordulóra azonban a politika keményedett, az Apponyi-féle szabályozás pedig már tényleges magyar nyelvtudást követelt, és egyre világosabban az asszimiláció eszközévé tette az iskolát. Az állam a települések hivatalos neveit is egységesítette. A közigazgatásban, a postán, a vasútnál és az állami nyilvántartásban egy hivatalos, magyar névalak szerepelt. Ettől az Ödenburg, Eisenstadt vagy a horvát helynevek használata nem lett tiltott. Az állami nyilvánosság lett magyar. Nem volt ártatlan folyamat. A századforduló magyar állama nemzetállamot épített, és ebben komoly asszimilációs szándék is volt.
A számok elég nehezen hagynak teret a romantikának. 1910-ben a mai Kismarton területén – a várost, Felsőkismarton-hegyet (Oberberg), Alsókismarton-hegyet (Unterberg) és Kismartonváralját (Schlossgrund) együtt számolva – 1255 magyar nyelvű embert írtak össze. Kismartonban 834-et, Felsőkismarton-hegyen 296-ot, Alsókismarton-hegyen 60-at, Kismartonváralján 65-öt.
1923-ban ugyanezek a számok: 237, 95, 12 és 29. Összesen 373. Két évvel az impériumváltás után a magyar nyelvű népesség több mint kétharmada eltűnt a statisztikából.
Természetesen volt tényleges elvándorlás. Magyar állami alkalmazottak, katonák, hivatalnokok és családtagjaik távoztak az új határ meghúzásakor. De az 1255-ről 373-ra zuhanást nem lehet néhány elköltöző hivatalnokkal elintézni. És azt sem érdemes úgy leírni, hogy egyszerűen „megváltozott az önmeghatározás”. Az ember nem légüres térben dönti el, milyen nyelvűnek vagy milyen nemzetiségűnek vallja magát.
Az új állam nyelve német lett. Német lett a hivatal, az előmenetel, az iskolarendszer és az új politikai közeg nyelve. Egy, a korszakról szóló kutatás „agresszíven német-nemzeti, magyarellenes hangulatról” beszél. Alfred Walheim tartományfőnök 1923-ban már a magyar „fecsegés” ellen lépett fel, egy korabeli oktatási megfogalmazás pedig különösebb köntörfalazás nélkül közölte:
„Aufgabe der Schule ist es, zum Deutschtum zu erziehen.”
Az iskola feladata a németségre nevelés. Mindez nem 1938-ban, a náci rendszerben kezdődött. Az 1920-as évek parlamentáris Ausztriájáról beszélünk.
Az identitásváltásnak vannak finomabb nyomai is. Az impériumváltás utáni nyilvánosságban sorra jelennek meg német keresztnévalakok olyan embereknél, akik korábban magyarul használták a nevüket, sokszor nem is német családnév mellett. Ferencből Franz, Istvánból Stefan, Józsefből Josef. Egyetlen név ebből semmit sem bizonyít. Ha viszont egy város nyilvános névhasználata rövid idő alatt tömegesen változik meg, az már mond valamit arról, melyik identitás vált kényelmesebbé. Talán ezért olyan érdekes Sándor Wolf esete. Az osztrák források gyakran Alexander Wolfként emlegetik, ma Kismartonban Alexander-Wolf-Gasse őrzi a nevét. A Bécsi Egyetem róla szóló anyaga azonban külön megjegyzi: ő maga következetesen Sándornak nevezte magát. Wolf nem lett Alexander. Mi tettük azzá utólag.
A határ magyar oldala
A határ másik oldalán eltűnt Ödenburg Sopron története ennek szinte fordított tükörképe. A város még 1920-ban is csaknem felerészben német anyanyelvű volt. A német jelenlét már a két világháború között gyengült, de a valódi törés 1946-ban következett be. Tavasszal közel hétezer soproninak kellett német anyanyelve vagy nemzetisége miatt mindent hátrahagyva elhagynia a várost és Magyarországot. Itt nincs mit finomítani. Kollektív büntetés volt. Házak, üzletek, szőlők, műhelyek és családi történetek maradtak utánuk. Egy több évszázados városi nyelv néhány hónap alatt összeomlott.
Aki maradt, annak sem lett egyszerűbb. A német identitás hosszú időre gyanússá vált, majd a kommunista rendszer már nem kitelepítéssel, hanem az oktatás, a társadalmi mobilitás és az intézményi egynyelvűség sokkal csendesebb eszközeivel gyorsította tovább az asszimilációt.
Van azonban egy fontos aszimmetria.
Sopron német világának legsúlyosabb szétverése a második világháború után, szovjet megszállás alatt álló Magyarországon, majd egy kommunista diktatúrában történt. Kismarton magyar nyilvánosságának drámai visszaszorulása viszont már az 1920-as évek parlamentáris Ausztriájában megindult.
Ettől 1946 egyetlen kitelepített család számára sem lesz kevésbé igazságtalan. Csak nehezebb fenntartani azt a kényelmes történetet, amelyben az egyik oldalon volt a nacionalista magyarosítás, a másikon pedig egyszerűen visszaállt a dolgok természetes rendje. A jogokat sem adták vissza egyik napról a másikra
Ausztria 1945 után ismét demokratikus állam lett. Burgenland történelmi kisebbségeinek jogi visszatérése azonban meglepően lassú volt. Az 1955-ös osztrák államszerződés különleges oktatási, hivatali és topográfiai jogokat biztosított a burgenlandi horvátoknak és a szlovéneknek. A magyar kisebbség nincs benne a 7. cikk név szerint védett közösségei között.
Az általános népcsoporti törvényre 1976-ig kellett várni. A burgenlandi magyar–német és horvát–német kétnyelvű helységnévtáblák átfogó jogi rendezése 2000-ben történt meg.
2026 nyarán – ötven évvel a népcsoporti törvény megszületése után – az osztrák parlament döntött arról, hogy mind a hat őshonos népcsoportot, köztük a magyart, név szerint és alkotmányos rendelkezéssel rögzíti a törvényben. Százöt évvel Burgenland létrejötte után.
És a jog még ma sem mindig jelent valódi nyelvhasználatot. Ausztria saját kisebbségi nyelvi jelentése szerint a burgenlandi magyar bírósági használatának lehetősége jogilag biztosított, a vizsgált időszakban mégsem volt egyetlen ilyen ügy sem. Maga a jelentés ír arról, hogy a magyart a gyakorlatban is meg kellene erősíteni ezen a területen. A magyar tehát jogilag visszatért. A hétköznapokba kevésbé.
A magyarországi tükör
Magyarországnak nincs oka kisebbségpolitikai ártatlanságot játszani. A németek kitelepítése, a háború utáni megbélyegzés és a kommunista asszimiláció a magyar állam történetének része. A rendszerváltás után viszont furcsa fordulat következett. Az 1993-as kisebbségi törvény a történelmi kisebbségeket államalkotó tényezőként határozta meg, kollektív jogként ismerte el identitásuk, nyelvük és kultúrájuk megőrzését, és létrehozta a kisebbségi önkormányzatok rendszerét.
Sopronban 1995 óta működik német nemzetiségi önkormányzat. Van német nemzetiségi óvodai és iskolai oktatás, és egy működő iskola ma teljes természetességgel viseli a Deutsche Nationalitätenschule Ödenburg – Soproni Német Nemzetiségi Iskola nevet.
Ez nem jelenti azt, hogy Sopron jól elvégezte a házi feladatát. Nem végezte el. A történelmi belváros számos pontjáról méltánytalanul hiányzik a német felirat. Az Ödenburg név jóval kevésbé látható, mint amennyire egy évszázadokon át német többségű város története indokolná. De történt valami fontos. A németet legalább részben visszaengedték a jelenbe. Nemcsak múzeumban találkozunk vele. Lehet iskola nyelve. Lehet önkormányzat nyelve. Lehet mai kulturális identitás.
Kismartonban a magyar jóval gyakrabban régi képeslapról, levéltári iratról vagy múzeumi tárgyról néz vissza ránk. Pedig a magyar újra itt van. A kismartoni népiskolában a 2024/25-ös tanévben 69 gyermek járt magyar szakkörre, miközben az iskola teljes létszáma 372 fő. Ez nem azt jelenti, hogy minden ötödik gyerek magyar nemzetiségű. Ilyet az adat nem mond. Azt viszont igen, hogy a magyar nyelv iránti igény egyáltalán nem muzeális jelenség. Magyar családok élnek Kismartonban. Magyar gyerekek járnak az iskoláiba. Magyar munkavállalók dolgoznak a városban. Közben a város 2026/27-es oktatási és napközis nyomtatványainak idegen nyelvű változatát angolul, farsziul és törökül kínálja. Magyar és horvát változatot az oldal nem sorol fel. Ennek nyilván van praktikus magyarázata. De pontosan az ilyen apróságokból áll össze egy város nyelvi valósága.
Amikor mindenből „diversity” lesz
A mai osztrák progresszív kisebbségpolitika mögött alapvetően tisztességes gondolat áll. Egy török, szír, afgán vagy ukrán gyerek családi nyelve és kultúrája ugyanúgy tiszteletet érdemel, mint egy magyar vagy horvát gyereké. Emberi méltóságban nincs rangsor. Történeti helyzetben viszont van különbség. Ezt maga az osztrák jog is tudja. Ezért létezik az őshonos népcsoport, az autochthone Volksgruppe fogalma.
A burgenlandi magyar és horvát nyelv nem egyszerűen egy-egy mai család otthonról hozott nyelve. Ezek Burgenland saját történelmi nyelvei. A hivatalé. Az iskoláé. A templomé. A helyneveké. A telekkönyvé. Az újságé. A temetőé.
A mai intézményi multikulturalizmus viszont hajlamos mindent ugyanabba a kellemes „diversity” dobozba tenni. Magyar, horvát, török, arab, ukrán: öt kulturális háttér egy szép közös tablón.A gesztus nemes. Az emlékezetpolitikai eredmény mégis furcsa. Mert történelmileg nem létező szimmetriát mutat a többségi társadalom felé.
A történelmi státusz nem azt jelenti, hogy egy magyar vagy horvát gyerek kultúrája többet ér egy szír gyerekénél. Azt jelenti, hogy más felelőssége van annak az államnak egy olyan nyelvvel szemben, amely ezen a földön évszázadokon át a közélet része volt, majd az állam története során visszaszorult. Ezt a különbséget eltüntetni nem tolerancia, hanem emlékezetvesztés.
A béke vára
Városszalónakon (Stadtschlaining) áll a békevár. A kiállítás Burgenland történetéről, konfliktusairól, népcsoportjairól és együttéléséről beszél. A hozzá tartozó egykori zsinagóga az 1938-ban elűzött és elpusztított dél-burgenlandi zsidóságra emlékeztet. Az egyéni audioguide németül és angolul használható. Magyarul nem. Horvátul sem. Magyar és horvát csoportvezetést előzetesen lehet foglalni, tehát szó sincs valamiféle tiltásról. De aki egyszerűen besétál, annak az angol természetesebb önálló látogatói nyelv, mint Burgenland két történelmi kisebbségi nyelve. Apróság, éppen ezért érdekes. Nem germanizációs rendelet, nem botrány, nem politikai program. Csak egy teljesen természetesnek érzett sorrend arról, melyik nyelv tartozik a jelenhez, és melyik inkább a múlthoz.
A zsidó Kismarton
Ma működik az Osztrák Zsidó Múzeum, megmaradt a Wertheimer-ház kis magánzsinagógája, az egykori zsidónegyed jelentős része és két temető. Maga a múzeum joggal ír arról, hogy az épített együttes európai léptékben is kivételesen sokat őrzött meg az egykori közösségből. Csakhogy a közösség nincs többé. Az illusztrációként csatolt fényképeken látható követ nem levéltárban találtam. Nem múzeumi vitrinben. Ott fekszik a a kismartoni zsidó temetőben, héber sírkövek között. Magyarul. A magyar és a zsidó Kismarton egyszerre van rajta jelen. És mindkettőből elsősorban az emlék maradt.

Sopron zsidó közösségét ugyanúgy szinte megsemmisítette a holokauszt. Mégis működik ma ismét Soproni Zsidó Hitközség, saját imateremmel és közösségi házzal. A háború előtti világhoz mérve ez szerény újrakezdés, de élő közösség. Sopronban a németből és a zsidóból is visszatért valamennyi a jelenbe. Kismarton kiválóan őrzi a múltját. Talán túlságosan is jól sikerült múlttá tenni.
Aztán megszólal az élő magyar
Ezzel a háttérrel néhány banális helyi Facebook-vita is más fényt kap. Helyi ügyekről írok, néha provokatív módon. Nem hiszem, hogy városról, médiáról, politikáról vagy történelmi emlékezetről csak úgy lehet beszélni, hogy közben senki ne érezze kellemetlenül magát. Lehet azt mondani, hogy tévedek. Lehet azt mondani, hogy túlzok. Lehet vitatkozni.
Ami meglepett, hogy milyen gyorsan válok egy ilyen vitában egyszerűen magyarrá. Amíg arról írok, hogy hajnal fél hatkor talán nem kellene nagy teljesítményű lombfúvóval felverni a belvárost, még egy helyi lakó vagyok. Ha a tartományt, a médiát vagy Burgenland történeti emlékezetét kritizálom, néhány mondaton belül előkerül Magyarország. A vasfüggöny. Orbán Viktor. A magyar sajtó. Majd olyan mondat, hogy a magyarok „neofasiszták”, akik azért hagyták el az országukat, hogy ott telepedjenek le, ahol a legjobb szociális juttatásokat fizetik. Közben nekem hosszan el lehet magyarázni, hogy ne provokáljak, ne „játsszam az áldozatot”, és ne keltsek nyugtalanságot.
Nyilván nem minden osztrák ilyen. Ugyanolyan ostoba lenne ezt állítani, mint azt, amit a magyarokról írtak. De meglepően sok embernél tapasztaltam, milyen vékony tud lenni a tolerancia felszíne, amikor a magyar már nem történelmi díszlet. És néha egészen nyersen bukik elő alóla valami, amit nehéz másnak nevezni, mint hungarofóbiának.
A múzeumi magyar biztonságos. A burgenlandi magyar kulturális örökséget könnyű szeretni. Szép a népviselet. Szép a néptánc. Szép a magyar dal. Szép a kétnyelvű ünnepi köszöntő. Szép a százéves magyar képeslap a vitrinben.
A múzeumi magyar nem veszélyes. Nem vitatkozik. Nem kérdezi meg, miért tűnt el a nyelve. Nem kérdezi meg, hogyan lett 1255 magyarból két év alatt 373. Nem kérdezi meg, miért beszélünk teljes természetességgel Magyarisierung-ról, miközben a Germanisierung szó már kényelmetlenebb.
Nem kérdezi meg, miért maradt ki az osztrák magyar kisebbség az 1955-ös államszerződés különleges kisebbségvédelmi rendelkezéséből. Nem kérdezi meg, miért 2000-ben kerültek ki a magyar helységnévtáblák. Nem kérdezi meg, miért 2026-ban jutott el Ausztria odáig, hogy mind a hat őshonos népcsoportját név szerint alkotmányos rendelkezésben rögzítse. Nem kérdezi meg, miért lehet Burgenland történetét angol audioguide-dal meghallgatni, magyarul pedig nem. A múzeumi magyar kellemes kisebbség.
A problémák akkor kezdődnek, amikor élővé válik. Amikor beköltözik Kismarton belvárosába. Amikor a gyereke ugyanabba az iskolába jár. Amikor nem csak népcsoporti rendezvényen beszél magyarul. Amikor nem valaki más meséli el helyette a történetét. Amikor kérdez. És főleg amikor kritikája van.
Nem az a kérdés, ki volt jobb
Magyarország magyarosított. Magyarország kitelepítette a soproni németeket. A kommunista rendszer tovább gyorsította az asszimilációt. Sopron ma sem mutatja elég tisztességesen saját német múltját. Ausztria pedig ma jogilag és anyagilag sokat tesz történelmi népcsoportjai fennmaradásáért. Ezek egyszerre igazak.
De az is igaz, hogy Burgenland elnémetesedésének története jóval ritkábban kap olyan világos nevet, mint a korábbi magyarosítás. Az is igaz, hogy a kisebbségi jogok visszaadása Ausztriában meglepően lassan történt, és a magyar nyelv tényleges intézményi jelenléte ma is sokkal gyengébb annál, amit az őshonos népcsoport státusza alapján várnánk. És az is igaz, hogy a rendszerváltás utáni Magyarország – minden történelmi bűne és mai hiányossága mellett – több fontos területen gyorsabban visszaengedte történelmi kisebbségeit a közéletbe: saját önkormányzattal, intézménnyel, iskolával, névhasználattal.
Sopronban még mindig túl kevés az Ödenburg. De van Deutsche Nationalitätenschule Ödenburg. Kismartonban rengeteg Kismartont találunk. Csak leginkább a múzeumban. Talán ez az egész történet legnagyobb ellentmondása.
Sopron és Kismarton száz éve ugyanannak a többnyelvű határvidéknek két városa volt. Az egyikből szinte eltűnt a német. A másikból szinte eltűnt a magyar.
Mindkettő veszteség. Sopron – későn, töredékesen és korántsem kritikátlanul – valamennyit már visszaengedett Ödenburgból a jelenbe. Kismarton nagyon szépen őrzi Kismarton emlékét.
A következő lépés az lenne, hogy ne csak emlékezzen rá. Mert egy történelmi kisebbség nem akkor él, amikor van róla múzeum. Hanem amikor megszólal. És ezt a többiek természetesnek veszik.
A szerző, Rab András Kismartonban élő helytörténész. „Határállapot“ címmel blogot indított az ausztriai magyar kisebbség történeti és jelenkori megismertetésére.
A kép Georg Hoefnagel 17. századi Antwerpeni születésű festő és metszete Kismartronról