Rachefeldzug oder neue Wissenschaftspolitik der Tisza-Partei?

18. Mai 2026

Die Tisza-Regierung kündigte den Vertrag mit Frontiers (Élvonal) Foundation, der Stiftung des Nobelpreisträgers Ferenc Krausz. Péter Magyar forderte ihn zudem auf, die bereits ausgezahlten 22 Mrd. HUF zurückzuzahlen. Das Verfahren ist keineswegs ordnungsgemäß. Hat die TISZA-Regierung begonnen, das wissenschaftliche Leben zu zerstören? Handelt es sich um eine politischen Rache?

Der Nobelpreisträger Ferenc Krausz und drei seiner Kollegen wurden in einem Facebook-Beitrag von Péter Magyar darüber informiert, dass sie „rausgeworfen“ seien, ohne dass man sie überhaupt gefragt hätte, was sie eigentlich tun.  Im Stiftungsrat sind neben dem ungarischen Nobelpreisträger Ferenc Krausz auch der Abel-Preisträger László Lovász, sowie drei weitere herausragende internationale Forscher vertreten, die ebenfalls Nobelpreisträger auf dem Gebiet der Physik (Donna Strickland, Steven Chu) und der Medizin (Randy Schekman) sind.  Die Frontier (Élvonal)-Stiftung und die Stiftungsrat sind weltweit einzigartig .

Diese Spitzenforschung und die daraus resultierenden Innovationen müssen hierzulande durch einheimische Unternehmen genutzt werden. Mindestens 15 innovative Unternehmen erwartet werden, während die Förderung von Talenten im naturwissenschaftlichen Bereich durch die Einbindung von 55.000 Schülern im gesamten Karpatenbecken sichergestellt wird.

Es gibt kaum ein wirksameres Instrument als die Unterstützung durch die Frontiers („Élvonal“) Foundation, um junge Forscher, Studenten und herausragende Talente im Land zu halten und zur Rückkehr zu bewegen sowie die wissensbasierte Wirtschaft zu stärken.

Das Verfahren ist keineswegs ordnungsgemäß. Es handelt sich um ein Gesetz, das im Herbst 2025 vom Parlament mit Zweidrittelmehrheit verabschiedet wurde, um einen Regierungsbeschluss und um einen Vertrag, der auf dieser Grundlage im Einvernehmen der Parteien unterzeichnet wurde.

Im Interesse der Zukunft der ungarischen Wissenschaft hat Ferenc Krausz vor einem Jahr Viktor Orbán seine Vorstellungen dargelegt. Das Gespräch wurde von Ungarnreal aufgezeichnet und kann unter diesem Link auf Deutsch gelesen bzw. auf Ungarisch angehört werden. https://ungarnreal.de/wir-muessen-dort-praesent-sein-wo-die-groessten-koepfe-der-welt-taetig-sind/

Hat die TISZA-Regierung begonnen, das wissenschaftliche Leben zu zerstören? Handelt es sich um eine politischen Rache?

Quelle: Ungarn Heute https://ungarnheute.hu/news/naechste-station-des-rachefeldzugs-peter-magyar-auf-kollisionskurs-mit-unserem-nobelpreistraeger-23046/

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