Behauptungen versus Fakten

31. Mai 2026. Ungarn Heute

Die Behauptungen von Péter Magyar lassen sich nicht mehr einfach als politische Übertreibung abtun, sondern sind reine Irreführung, Man kann aus dem Parlament eine Polit-Show machen, man kann täglich Schreckensnachrichten herausposaunen– es gibt nur ein Problem: Die Fakten sprechen nach wie vor nicht für Péter Magyar.

„Zur Abwechslung hat Péter Magyar heute im Parlament wieder einmal einen Haufen Unsinn von sich gegeben“, schrieb Piroska Szalai, Expertin für Lohn- und Arbeitsmarktfragen bekannte Abgeordnete nach der Parlamentssitzung am Donnerstag. Sie hat fünf konkrete Irrtümer des Ministerpräsidenten richtiggestellt, obwohl die Lohn- und Arbeitsmarktexpertin nach eigenen Angaben noch mehr hätte aufzählen können.

1. Ungarn ist nicht das ärmste Land der EU! Tatsache ist, dass die Armut in Ungarn seit 2017 unter dem EU-Durchschnitt liegt. Demgegenüber behauptet Péter Magyar wie schon unzählige Male in jeder Parlamentssitzung, Ungarn sei das ärmste Land,

Die Expertin betonte, sei dies zuletzt 2010 der Fall gewesen, als Ungarn unter den EU-Mitgliedstaaten zu den Schlusslichtern gehörte. Aktuell konnten nach offiziellen EU-Daten 1,3 Millionen Ungarn dem Risiko von Armut oder sozialer Ausgrenzung entkommen.

Piroska Szalai erinnerte daran, dass man sich in der EU-2020-Strategie eine Verbesserung um 450.000 Personen vorgenommen hatte, wovon die Regierung unter Viktor Orbán mehr als das Doppelte erreicht hat. Innerhalb eines Jahrzehnts ist der Anteil der von Armut bedrohten Bevölkerungsgruppe in der EU in Ungarn am drittstärksten zurückgegangen. „Wir gehörten zu den sieben Mitgliedstaaten, die ihre Verpflichtung erfüllt haben“, betonte die Expertin und fügte hinzu, dass man sich in der derzeit laufenden EU-2030-Strategie zu einer weiteren Reduzierung um 292.000 Personen verpflichtet hatte, wovon zur Halbzeit bereits 63 Prozent erreicht worden seien. Die sei der viertbeste Wert unter den 27 Mitgliedstaaten der Union, stellte die Politikerin fest. (Eurostat-Daten widerlegen Behauptungen, Ungarn sei das ärmste Land Europas.)

2. Des Weiteren behauptet Péter Magyar, dass drei Millionen Ungarn in Armut leben. Laut den neuesten offiziellen Daten der Europäischen Union leben in Ungarn 1.827.000 Menschen mit dem Risiko von Armut oder sozialer Ausgrenzung“,

machte Piroska Szalai deutlich und erklärte, dass die Regierung unter Viktor Orbán eine der größten Verbesserung in der gesamten EU erreicht hat: „Eine Million Menschen mehr sind heute erwerbstätig, die Arbeitslosigkeit ist deutlich gesunken und die Löhne sind in einem noch nie dagewesenen Ausmaß gestiegen, wobei sie – mit Ausnahme des Jahres 2023 – in jedem Jahr deutlich über der Inflationsrate lagen“, so die Politikerin und verwies auch auf das umfangreiche System von Steuerbefreiungen und Vergünstigungen. (Der Anstieg der Reallöhne im März ragt im europäischen Vergleich heraus)

3. Péter Magyar spricht regelmäßig von 800.000 armen Rentnern

. „Laut OFFIZIELLEN Daten der EU leben 380.000 unserer Landsleute über 65 Jahre mit dem Risiko von Armut oder sozialer Ausgrenzung“, stellte die Expertin fest und widersprach auch den Behauptungen Péter Magyars zur Kinderarmut.

4. Über Kinderarmut

Piroska Szalai widersprach auch den Behauptungen Péter Magyars zur Kinderarmut. „In unserem Land war der Rückgang der Kinderarmut einer der größten in der EU“, betonte die Politikerin und wies darauf hin, dass dies auf die erhebliche Unterstützung zurückzuführen sei, die Erziehende erhalten würden.

5. Im Zusammenhang mit der Lage der Staatsverschuldung 

Die ungarische Staatsverschuldung ist gemessen am BIP seit 2010 enorm gesunken und liegt deutlich unter dem EU-Durchschnitt sowie unter dem Durchschnitt der Eurozone. Im Jahr 2025 betrug der ungarische Wert 74,6 Prozent des BIP, der EU-Durchschnitt 81,7 Prozent und der Durchschnitt der Eurozone 87,4 Prozent. Im Jahr 2010 betrug die Staatsverschuldung in unserem Land noch 80,2 Prozent.

„Man kann aus dem Parlament eine Polit-Show machen, man kann täglich Schreckensnachrichten herausposaunen– es gibt nur ein Problem: Die Fakten sprechen nach wie vor nicht für Péter Magyar“, so die Expertin abschließend.

Quelle: https://ungarnheute.hu/news/die-fakten-sprechen-nach-wie-vor-nicht-fuer-peter-magyar-so-die-ehemalige-chefberaterin-von-viktor-orban-17807/

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