Ein Auszug von Viktor Orbáns Rede zur Lage der Nation Budapest, 14. Februar 2026
Wovon finanziert Ungarn die großzügigsten Familienbeihilfen Europas? Wovon finanziert es die Senkung der Nebenkosten? Wovon finanziert es die 13. und 14. Monatsrente? Die neuen Fabriken, die historischen Gebäude in Budapest, ja sogar den Wiederaufbau ganzer Stadtviertel? Wovon finanziert es das Programm „Magyar Falu” (Ungarisches Dorf), Studentenkredite, Arbeiterkredite, die Schaffung von Erstwohnungen zu einem festen Zinssatz von 3 %? Woher denn?
Ich werde jetzt Ihnen Fakten präsentieren. Fakten, über die ich normalerweise nicht so rüde spreche. Aber ich hoffe, dass ich damit auch die oft gehörte, unverständliche Frage beantworte: Wovon?
Wovon finanziert Ungarn die großzügigsten Familienbeihilfen Europas? Wovon finanziert es die Senkung der Nebenkosten? Wovon finanziert es die 13. und 14. Monatsrente? Die neuen Fabriken, die historischen Gebäude in Budapest, ja sogar den Wiederaufbau ganzer Stadtviertel? Wovon finanziert es das Programm „Magyar Falu” (Ungarisches Dorf), Studentenkredite, Arbeiterkredite, die Schaffung von Erstwohnungen zu einem festen Zinssatz von 3 %? Woher denn?
Nun, zwischen 2010 und 2025 haben wir aus drei Wirtschaftsbereichen – Banken, Energieunternehmen und Handelsketten – mit verschiedenen Methoden insgesamt 14.956 Milliarden Forint entnommen. 14.956 Milliarden Forint! Und laut Plan werden wir auch 2026 1.922 Milliarden Forint einziehen.
Wir bezeichnen dies höflich als soziale Verantwortung oder als Einbeziehung dieser Unternehmen in die öffentliche Lastenverteilung. Sie sind nicht ruiniert, sie haben trotzdem gut verdient, aber wenn es keine Fidesz-Regierung gäbe, hätten sie heute 14.956 Milliarden Forint mehr in der Tasche. Ist es ein Wunder, dass sie mit den Zähnen fletschen? Ihr erstes Ziel ist es, zu verhindern, dass wir ihnen 2026 die fälligen 1.922 Milliarden Forint abnehmen. Wenn ihnen das gelingt, werden sie damit beginnen, die 14,956 Milliarden Forint zurückzuholen, die wir ihnen bisher weggenommen und den ungarischen Menschen gegeben haben. Darum geht es!
Wenn wir zulassen, dass die Koalition aus Tisza, Brüssel und dem Großkapital an die Regierung kommt, werden sie die ungarischen Familien ausnehmen. Sie denken dahingehend, dass dann jeder bekommt, was er will.
Die Tisza kann ihre unbefriedigten politischen Ambitionen ausleben, das Großkapital bekommt sein Geld zurück, Brüssel kann das Geld der Ungarn in die Ukraine schicken und die Ukraine in die Europäische Union hineinschieben.
Sie haben Recht, wenn sie sagen, dass sie einen Systemwechsel vorbereiten. Anstelle der nationalen Regierung, die die ungarischen Familien unterstützt, würde das Brüsseler System kommen. Senkung der Nebenkosten, Familienunterstützung, Schaffung von Wohnraum – damit ist es vorbei.
Das Déjà-vu-Gefühl ist kein Zufall. Das gab es schon einmal. Wir haben diesen Film schon gesehen. Es ist mit Ungarn passiert. Auch 2002 haben wir gesagt: Wenn die Sozialisten die Wahl gewinnen, werden Großkapital und Finanzkapital die Regierung bilden, und sie werden alles wegnehmen. Leider hat die Hälfte des Landes nicht auf uns gehört. Wir haben einen hohen Preis dafür bezahlt. Das ganze Land, jede Familie hat acht Jahre lang darunter gelitten. Wir sagten: Sie bereiten eine Gaspreiserhöhung vor, sie leugneten es, sagten es uns direkt ins Gesicht, genau auf die Weise wie jetzt die Leute von der Tisza. In diesen acht bitteren Jahren haben sie den Gaspreis 15-mal erhöht! Sie sagten auch, dass sie das, was gut ist, weiterführen würden: Wohnbauförderung, Széchenyi-Plan. Auch das kommt uns bekannt vor. Ein Jahr später gab es weder Wohnungsbaudarlehen noch den Széchenyi-Plan. Und es interessierte sie nicht, dass die ungarischen Familien unter den unbezahlbaren Nebenkosten zusammenbrachen.
Es kam zu Verarmung, Verschuldung, Arbeitslosigkeit, Elend und schließlich zum Bankrott.
Es ist so, meine lieben Freunde, dass sich die Ungarn schnell an das Gute gewöhnen, sich aber nur ungern an das Schlechte erinnern. Wir sind ein kluges Volk! Das ist nichts Neues. Dante, ja, Dante hat das vor mehr als 700 Jahren über uns geschrieben. Denn auch uns hat er in seiner „Göttlichen Komödie” einige Zeilen gewidmet. Er schreibt: „Oh, glückliches Ungarn! Lass dich nur nicht mehr in die Irre führen.” Ich versichere Ihnen, lieber Meister, wir bemühen uns.
MAGYARUL a teljes beszéd: https://miniszterelnok.hu/orban-viktor-evertekelo-beszede-2026-02-14/
Bild: Die Goldreserven Ungarns. (Die Goldreserven Ungarns stiegen im September 2024 auf 110 Tonnen, was einen historischen Rekord darstellt, da sie von 3,1 Tonnen im Jahr 2018 auf dieses Niveau gestiegen sind.)