Stoppt die Willkür!

11. Juni 2026

Die öffentlich-rechtlichen Medien dürfen nicht lügen. Wir entschuldigen uns dafür, dass wir dies dennoch über viele Jahre hinweg getan haben! Die öffentlich-rechtlichen Medien befinden sich derzeit im Umbruch, um in Zukunft unabhängig und glaubwürdig zu sein. Die Nachrichtenübertragung wird vorübergehend unterbrochen. Bleiben Sie dran! –

Diese Meldung erschien anstelle der M1-Sendung sowie auf der Website hirado.hu am Dienstag, dem 7. Juli 2026. Die Nutzer des ungarischen staatlichen Fernsehens, des Radios und der Internetportale sahen schwarze Bildschirme, auf denen Texte erschienen,

in denen man sich für die angeblichen Lügen der früheren Führung entschuldigte, während das Fernsehprogramm nicht mehr empfangbar war, das Radioprogramm eingeschränkt wurde und die Aktualisierung der Websites eingestellt wurde.

Sämtliche üblichen Formate und Programme sind also gestrichen, allen Mitarbeitern ist es strikt verboten, mit der Presse zu sprechen, und man tut so, als habe man eine Diktatur bezwungen. Die Sendepause soll dauern, bis die neue Regierung die Redaktionen neu besetzt, damit fortan „objektive“ Berichterstattung garantiert ist.

Für die über die ganze Welt verstreut lebenden Ungarn ist Kossuth Radio die tägliche Nachrichtenquelle über ihr Heimatland, wobei sie gleichzeitig ihre Muttersprache hören und pflegen können.

Das größte Bedauern der Ungarn ist aber, dass es derzeit im Radio keinen Mittagsglockenschlag zu hören ist und auch die Nationalhymne um Mitternacht ausfällt.

Seit 1928 ertönt jeden Tag um 12:00 Uhr der Mittagsglockenschlag im Kossuth-Rádió, die Aufnahme wird aus den Glocken verschiedener Kirchen von historischem Ungarnland (auch von jenseits der Grenze) zusammengestellt mit einer kurze Einführung über die jeweilige Kirche oder Ortschaft. Die Mittagsglocken läuten auf päpstlichen Erlass um die Erhaltung des Christentums seit 1467 zum Gedenken an den christlichen Sieg der Ungarn über den muslimischen Türken bei Nándorfehérvár 1456. Dieser Tradition wurde nun durch die Aussetzung des Sendebetriebs ein Ende gesetzt.

Es ist unklar, ob die Unterbrechung eine Aussetzung bedeutet. Mit der Umgestaltung der öffentlich-rechtlichen Medien wurde der Kultusminister Zoltán Tarr beauftragt. Es werden im Fernsehen provisorisch Spielfilme, im Kossuth-Radio dieselben Aufnahmen klassischer Musik ausgestrahlt, die auch im Bartók-Radio gespielt werden. Der Sendebetrieb der öffentlich-rechtlichen Medien wurde  wieder symbolisch um 19:56 Uhr aufgenommen „Vorerst ohne Nachrichten, nur mit Filmen”.

Es wurde auch bekannt, dass bei MTVA Mitarbeiter in großer Zahl entlassen wurden.

András Horváth wird zum vorläufigen Leiter der öffentlich-rechtlichen Medien ernannt – dies geht aus einer Mitteilung des Ministeriums für soziale Beziehungen und Kultur hervor. Wie es darin heißt, ist der Jurist für die Umstrukturierung der öffentlich-rechtlichen Medien verantwortlich, deren Ziel es ist, dass diese nach 16 Jahren wieder zu ihrer ursprünglichen Aufgabe zurückkehren, nämlich im Dienste der Öffentlichkeit zu stehen. Horváth, der Kandidat der Regierungspartei schrieb in seinem Motivationsbrief: „In den vergangenen zwei Jahren habe ich mich durch verschiedene Aktivitäten für den Systemwechsel eingesetzt.“

Ohne Absprache, intransparent und auf parteipolitischer Basis. So hat die TISZA-Mehrheit den neuen Leiter der öffentlich-rechtlichen Medien gewählt.

Die ständige Leitung der öffentlich-rechtlichen Medien wird künftig vom neuen „Unabhängigen Gremium für Öffentlich-Rechtliche Medien“ im Rahmen eines offenen Auswahlverfahrens ausgewählt.

Die Regierungspartei Tisza verspricht übrigens, dass der neue Sender M1 sowohl von den Parteien als auch von der Regierung unabhängig sein wird. Den durchgesickerten Informationen zufolge sollen künftig Personen aus dem Dunstkreis der Sozialisten und von dem Soros-nahen Nachrichtenportal „444“ die öffentlich-rechtlichen Medien leiten. Der Rundfunkbetrieb wird schrittweise auf der Grundlage der neuen Kriterien wieder aufgenommen

Nach Ansicht des Ministerpräsidenten Péter Magyar war dieser Tag ein historischer Tag, da die Ausstrahlung von Propaganda in den öffentlichen Medien nun ein Ende gefunden hat. „Sie haben nachts und tagsüber gelogen, sie haben auf allen Frequenzen gelogen. Damit ist nun Schluss“, schrieb er in seinem ersten Facebook-Beitrag.

Der Vorstand des Polnischen Journalistenverbands (SDP) hat in einer Erklärung gegen die Umstrukturierung der öffentlich-rechtlichen Medien in Ungarn und die dort stattfindenden Personalwechsel protestiert. Nach Ansicht der Organisation hat die neue Regierung unter Péter Magyar die Kontrolle über die staatlichen Medien mit gewaltsamen Methoden übernommen, was unheimlich an die Übernahme der öffentlichen Medien in Polen im Jahr 2023 durch das Kabinett von Donald Tusk

Das ZDF, einst als konservatives Gegengewicht zur ARD gegründet, ist zum übelsten Auswuchs der Einschüchterungsmedien geworden. Nirgendwo wird so schamlos gehetzt, gelogen, gefälscht und verharmlost wie beim ZDF hat. Der bekannte deutsche Journalist, Julian Reichelt hat dies auf seinem YouTube-Kanal Achtung, Reichelt! gesagt.

Werden auch die deutschen öffentlich-rechtlichen Medien um Entschuldigung bitten?

://www.facebook.com/reel/1956531391720918

Ein Kommentar

  1. Übernahme und Gleichschaltung aller Medien sind deutliche Zeichen einer Diktatur. Péter Magyar will die Meinungsfreiheit zerstören, diffamiertAndersdenkende, um dann die Demokratie abzuschaffen. Und Brüssel schweigt.

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