Die Stadt der Freude

29. Jänner 2021 – Universum-History-Gaudiopolis-Republik der Kinder, ORF TV Thek https://tvthek.orf.at/profile/Universum-History/6000179/Universum-History-Gaudiopolis-Republik-der-Kinder/14080091?fbclid=IwAR0AH82uQ2MpczSsQmWAXJyqUPF-2Anhsc2wGSWc1J27SGPK4r0MSDaH11M

Ein Dokufilm zur Erinnerung an den ungarischen lutherischen Pastor, Gábor Sztehlo (1909-1974). Gábor Sztehlo hat zwischen März 1944 – als die Deutschen in Ungarn einmarschiert sind – und dem Ende der Schlacht um Budapest im Februar 1945 ca. 2.000 Menschen, davon 1.500 Kinder und Jugendliche und 500 Betreuungspersonen gerettet. Er hat mit Hilfe des Internationalen Roten Kreuzes und des Gute-Hirten-Komitees 32 Kinderheime in Budapest eingerichtet. Es waren keine richtige Heime, es waren vielfach einfache Wohnungen, in denen die Kinder Schutz vor der Verfolgung gefunden haben.

Sofort nach Kriegsende hat Sztehlo „Gaudiopolis“‚, ein weiteres Kinderheim für die Kriegswaisen gegründet. Gaudiopolis war eine selbst verwaltete Kinder- und Jugendrepublik in Budapest von 1945 bis 1950. Die im Exil lebende jüdische Industriellenfamilie Weiss hat Sztehlo sofort nach Kriegsende sechs Villen in Buda, entlang der Budakeszi út zur Verfügung gestellt. Jede Villa war für eine gewisse Altersgruppe ausgerichtet und hatte einen eigenen Namen.

Gaudiopolis, die Stadt der Freude war ein Hort für Hoffnung, Freude, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung für Kinder im zerstörten Nachkriegseuropa. Kinder haben hier Schutz, Sicherheit und ein Refugium gefunden und konnten ihre eigenen Ideen von Demokratie und Frieden spielend leben.

Vielen Dank den Filmmachern, dem französischen Regisseur Frédéric Tonolli (1959-) und dem ORF!

Ein ungarischer Spielfilm über Gaudiopolis und Gábor Sztehlo von Erika Szántó, 1988: https://www.youtube.com/watch?v=E1epMjjL3Zc

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