16. Februar 2026 NIUS von Frank W. Haubold
Was in Deutschland, aber auch in Österreich, über Ungarn und die Regierung Orbán geschrieben wird, folgt politischen Vorgaben und hat wenig mit der Realität eines Landes zu tun, der die Deutschen viel zu verdanken hat. Kein anderes Land hat die deutsche Wiedervereinigung so nachhaltig befördert wie das kleine, tapfere und freiheitsliebende Ungarn. Deshalb hier zunächst einige grundlegende Informationen zu den Verhältnissen im Land.
Wirtschaft und Arbeitsmarkt
Durch die wirtschaftsfreundlichen Maßnahmen der Regierung Orbán seit 2010, darunter eine Flat Tax von 15 Prozent auf das Einkommen und eine Körperschaftssteuer von nur 9 Prozent, stieg die Zahl der aktiven Steuerzahler von 1,8 Millionen (2010) auf 4,5 Millionen im Jahr 2025. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf erhöhte sich im gleichen Zeitraum von 13.000 US-Dollar auf 25.900 US-Dollar. Gleichzeitig sank die Arbeitslosenquote von 10,8 Prozent (2010) auf 4,4 Prozent (2025). Die Zahl der Personen, die von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen sind, ging von 29,9 Prozent (2010) auf 14,7 Prozent (2024) zurück. Die Reallöhne entwickelten sich ebenfalls positiv: Nach einem Rückgang von 5 Prozent im Jahr 2010 stiegen sie seit 2016 meist um rund 4 Prozent jährlich, mit der Ausnahme von 2023, als sie um 2,4 Prozent sanken. Im Jahr 2024 legten die Reallöhne deutlich um 9,2 Prozent zu, 2025 wird ein Zuwachs von 5,5 Prozent erwartet.
Familienförderung
In Ungarn kann ein Babyerwartungskredit („babaváró kölcsön“) von bis zu 10 Millionen Forint (rund 25.000–26.500 Euro) in Anspruch genommen werden – zinsfrei, wenn innerhalb der Frist Kinder geboren werden; bei mehreren Kindern kann ein Teil oder der gesamte Betrag erlassen werden. Eltern erhalten Familien‑Steuerfreibeträge, die ihre steuerliche Bemessungsgrundlage pro Kind stark reduzieren, und ab Oktober 2025 werden Mütter mit drei Kindern von der Einkommensteuer befreit; Mütter mit vier oder mehr Kindern sind dies bereits. Leistungen wie das Elterngeld (CSED) oder das Kinderbetreuungsgeld (GYED) sind seit 2025 steuerfrei, was Familien finanziell entlastet, ebenso wie der staatliche Zuschuss für ein siebensitziges Fahrzeug (ab drei Kindern).
Wohnungsbauförderung
Plant eine ungarische Familie einen Hausneubau, erhält sie bis zu 10.000.000 Forint (abhängig von der Kinderzahl) vom Staat als Geschenk! In bestimmten Dörfern wird dieser Zuschuss auch für den Erwerb von Altbauten gewährt. Für Renovierungen kann ein Kredit von 6.000.000 Forint (15.800 Euro) in Anspruch genommen werden. Die Hälfte davon (maximal 3.000.000 Forint) muss nicht zurückgezahlt werden. Neu ist ein sogenannter Wohnstartkredit von bis zu 50.000.000 Forint (125.000 Euro), der mit 3 Prozent über die gesamte Laufzeit verzinst wird.
Öffentliche Beschäftigung in Ungarn
Die öffentliche Beschäftigung („public work“) ist ein staatliches Programm, das arbeitsfähigen Personen, die vom ersten Arbeitsmarkt schwer zu vermitteln sind, Beschäftigungsmöglichkeiten bietet. Anders als in Deutschland, wo Millionen In- und Ausländer Bürgergeld beziehen, verfolgt Ungarn das Ziel, dass Menschen auch dann arbeiten, wenn der erste Arbeitsmarkt keine Nachfrage bietet. Das Programm wurde 2011 gesetzlich verankert. Die Vergütung liegt bei etwa 122.000 Forint (ca. 320 EUR) pro Monat, deutlich über der Sozialhilfe, die nur etwa 23.000 Forint (60 EUR) bzw. bei gesundheitlichen Einschränkungen 47.000 Forint beträgt. Wer öffentliche Arbeit nicht annimmt, kann Sozialhilfe beantragen. Die Teilnahme ist freiwillig, sichert aber Sozialversicherungsansprüche und verbessert die Chancen auf reguläre Beschäftigung.
Auch aufgrund dieser restriktiven Regelungen gab es im Jahr 2024 in Ungarn nur etwa 29–30 Asylanträge, ein extrem niedriger Wert im Vergleich zu anderen EU-Ländern.
Pressefreiheit und Medienvielfalt
Glaubt man den Verlautbarungen westlicher Medien und den Behauptungen einschlägiger NGOs, dann bestimmen in Ungarn ausschließlich regierungsnahe Medien die öffentliche Wahrnehmung. Mit den Fakten haben solche Behauptungen allerdings weniger zu tun. Laut Analysen erreichen die regierungskritischen Medien insgesamt etwa 4,44 Millionen Menschen, während regierungsnahe Medien auf eine Reichweite von etwa 3,1 Millionen Menschen kommen. Etwa 71 Prozent der Erwachsenen nutzen regelmäßig Medien, die als regierungskritisch eingestuft werden, während 64 Prozent auf regierungsnahe Quellen zugreifen.
Die Zahl der regierungskritischen Medienplattformen ist seit 2010 von 36 auf 61 gestiegen. Gleichzeitig halten die größten TV‑Gruppen, darunter TV2 Group und RTL, zusammen etwa 40,6 Prozent Marktanteil, während öffentlich-rechtliche Sender bei rund 10–11 Prozent liegen. Online‑Nachrichtenportale wie 24.hu, Telex.hu und Origo.hu erreichen jeweils mehrere Millionen Nutzer, und Social‑Media‑Kanäle wie Partizán erzielen Views im Hunderttausender- bis Millionenbereich. Diese Zahlen zeigen, dass sowohl regierungsfreundliche als auch regierungskritische Medien erhebliche Reichweiten haben.
Migrationspolitik
Orbans Außenpolitik gilt unter EU-Bürokraten als unbeliebt.
Anders als die Bundesrepublik Deutschland, deren Grenzen Bundeskanzlerin Merkel 2015 für jedermann öffnen ließ, sah und sieht sich die Regierung in Ungarn in der Pflicht, die Außengrenzen der Europäischen Gemeinschaft und das eigene Gemeinwesen vor illegaler Einwanderung zu schützen. Um die durch Merkels Alleingang mitverursachte Zuwanderungswelle einzudämmen, errichtete Ungarn für etwa 900 Millionen Euro (andere Schätzungen gehen von bis zu 1,5 Milliarden Euro aus) einen Grenzzaun zu Serbien und Kroatien. Nach Fertigstellung des ungarischen Grenzzauns zu Kroatien und Schließung der Grenze am 17. Oktober 2015 sank binnen 24 Stunden die Anzahl der illegalen Einwanderer von mehreren tausend auf wenige Dutzend pro Tag und fiel im weiteren Jahresverlauf auf zumeist einstellige Werte.
Wegen seiner rationalen Asylpolitik, die anders als hierzulande zwischen tatsächlich Verfolgten und Wirtschaftsflüchtlingen unterscheidet, wird Ungarn insbesondere seit 2015 von der EU mitsamt angeschlossenem „Gerichtshof“ und einschlägig vernetzten NGOs und Medien angefeindet. So wurde Ungarn 2024 verurteilt, 200 Millionen Euro Strafe wegen angeblicher Verletzung des EU-Asyl- und Rückkehrrechts sowie eine Million Euro pro Tag bis zur Umsetzung der EU-Forderungen zu zahlen, was die ungarische Regierung verweigert.
Der Erfolg gibt Orbán recht
Betrachtet man die Maßnahmen der liberal-konservativen Regierungen unter Ministerpräsident Viktor Orbán seit 2010 ohne ideologische Scheuklappen, wird rasch deutlich, dass sie
nicht nur wirtschaftlich zur Gesundung des Landes beigetragen haben, sondern auf sämtlichen relevanten Gebieten vom Arbeitsmarkt über die Familienpolitik bis zum Wohnungsbau zu einer signifikanten Verbesserung der Situation der Bevölkerung geführt haben.
Zudem schützt die Regierung das Land nachhaltig vor illegaler Einwanderung, sodass in Ungarn kein Bürger Übergriffe seitens angeblicher „Schutzsuchender“ befürchten muss, die in Deutschland alljährlich 50.000 Gewaltopfer fordern.
Nachwort
Noch ein Wort zu dem in Deutschland vermittelten Zerrbild von Ungarn: Dass bundesdeutsche Politiker und Medienschaffende insbesondere der Grünen bei der Diffamierung Ungarns und seiner Regierung eine besonders aktive Rolle spielen, hat auch historische Gründe, denn kein anderes Land hat die deutsche Wiedervereinigung so nachhaltig befördert wie das kleine, tapfere und freiheitsliebende Ungarn. Diese Wiedervereinigung wird vom westdeutschen „progressiven“ Milieu nach wie vor als entscheidende Niederlage empfunden, daher der Hass auf Ungarn und dessen an den Interessen der eigenen Bevölkerung ausgerichteten Politik.
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