Siebenbürgen

Zwiespältiges Siebenbürgentum

14. September 2022, Corvinák.hu von ZSOLT K. LENGYEL In seiner kleinungarischen Phase, die auf seine großungarische Vorgeschichte gefolgt war, setzte er zwei einvernehmliche Regionalisierungen voraus: auf ungarischer Seite des ungarischen Nationalbewusstseins, auf rumänischer Seite des rumänischen Nationalstaates. Sein konzeptionelles Kernelement, der siebenbürgische, vor allem ungarische Autonomiegedanke, forderte nach dem Friedensschluss von Trianon gleich zwei Treueschwüre: einen dem rumänischen Staat und den anderen der ungarischen Nation gegenüber. Die Vorstellung eines siebenbürgischen Mittelweges ...

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„Wir sind seit tausend Jahren hier und auch in tausend Jahren werden wir hier sein“

Die ungarische Staatspräsidentin, Katalin Novák hat zum Tag der Einheit von evangelisch-reformierten Kirche in Siebenbürgen - am 21. Mai 2022 - eine Festrede bei der Enthüllung der Statue Gábor Bethlens in Gyulafehérvár, sowie an der Anweihung der von außen wie innen erneuerten evangelisch-reformierten Kirche in Magyarlapád im Komitat Fehér gehalten. Verehrte Feiernde! Wir sind hier, weil Gábor Bethlen uns nicht loslässt. Wir lassen Gábor Bethlen ebenfalls nicht los. Den Mann, der ...

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Wie Siebenbürgen verloren ging

Rumänische Okkupation von Klausenburg/Kolozsvár, 1918. Quelle: Múlt-kor 4. Dezember, 2021 von IRÉN RAB 1861 wurden die historischen Regionen Walachei und Moldau in Gestalt des Fürstentums Rumänien erstmals zu einem Staat im modernen Sinn vereint. Dieser rumänische Nationalstaat, der zunächst unter der formalen Oberhoheit des Sultans verblieb, erreichte 1878 im Berliner Kongress die vollkommene Unabhängigkeit und versuchte – seit 1881 nunmehr als Königreich – an der Aufteilung der europäischen Teile des Osmanischen Reiches ...

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Trianon und das Erbe eines sächsischen Präsidenten

a 13. Oktober 2021, Szabadság.ro von CSABA T. SZABÓ Bei der Verleihung des Karlspreises 2021 in Aachen reagierte Staatspräsident Klaus Johannis auf die vielbeachtete Erklärung von János Áder zur Ukraine über die Tragödie von Trianon, vermutlich mit einem Monat Verspätung. Der rumänische Präsident ist "genervt" und "verärgert" über die Tatsache, dass ungarische Politiker ständig auf Trianon pochen, und es ist an der Zeit, dies zu akzeptieren! Er sagt dies, weil er ...

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Mit offenen Augen in Siebenbürgen

4. Juni 2021 Gastbeitrag von RÓBERT LACZKÓ-VASS (Kolozsvár, Siebenbürgen) Es ist üblich, das multiethnische Siebenbürgen als "Schweiz des Ostens" zu bezeichnen. Die Geographie und die Selbstverwaltungstraditionen der im Karpatenbogen gelegenen Region weisen viele Ähnlichkeiten mit der Alpenrepublik auf, aber ihre ethnische Landkarte wurde im Jahrhundert seit dem Friedensvertrag von Trianon, der zur Aufteilung des historischen Ungarns führte, so neu gezeichnet, dass das Schweizer Beispiel heute utopisch erscheint. Nur wenige Menschen ...

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Pfingstwallfahrt nach Csíksomlyó

22. Mai 2021 von Irén Rab Die Pfingstwallfahrt von Csíksomlyó (Siebenbürgen) ist das größte religiöse und rituelle Ereignis der Katholiken im Karpatenbecken, ein Ereignis in der Umgebung des Franziskanerklosters. Csíksomlyó ist im Laufe der Jahrzehnte zu einem Symbol aller Ungarn geworden. Die Wallfahrt geht auf ein Gelöbnis der katholischen Szekler zurück, die 1567 der Gottesmutter Maria, zum Dank für einen glücklichen Ausgang einer Schlacht bei Csíksomlyó gegen das Heer des protestantischen Landesfürsten, eine ...

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