Benes-Dekrete

Die Entrechtung und Vertreibung der ungarischen Bevölkerung aus der Tschechoslowakei 1944-1949

12. April 2022 Die ungarische Nationalversammlung erklärte am 3. Dezember 2012 ohne Gegenstimmen den 12. April zum Gedenktag, den Tag, an dem die "Umsiedlung" (Vertreibung) der ungarischen Bevölkerung aus Oberungarn (heutige Slowakei) begann. Es ist eine historische Tatsache, dass die »oberländischen« (felvidéki) Ungarn ab dem 11. Jahrhundert jenen Boden kultivierten, den sie nach dem Zweiten Weltkrieg verlassen mussten beziehungsweise von dort amtlich vertrieben wurden. Die ethnische und Sprachgrenze seiner Vorfahren ...

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Graf János Esterházy – der Märtyrer vom ehemaligen Oberungarn, Teil 2.

30. November, 2021 Gastbeitrag von ISTVÁN HEINRICH Von 1945 bis zum Tod Nach der Besetzung Bratislavas durch die sowjetische Armee 1945 internierte die sowjetische Führung  Esterházy, doch nach 12 Tagen wurde er wieder freigelassen. Dann besuchte er Gustav Husak (1913-1991), den Vertreter der temporären slowakischen Regierung, um gegen die Verfolgung und Misshandlungen ungarischer Bürger infolge des Kaschauer Regierungsprogramms Protest einzulegen und über ein ungarisches Memorandum zu verhandeln. Husak ließ ihn ohne weiteres festnehmen und ...

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Graf János Esterházy – der Märtyrer vom ehemaligen Oberungarn, Teil 1.

29. November, 2021 Gastbeitrag von ISTVÁN HEINRICH Eine kurze Familienchronik Wenn der Name Esterházy fällt, so denkt man gewöhnlich an die Fürsten Esterházy.  Als sagenumwobene Gestalt der Familie gilt Miklós I. (1714-1790), der „Prachtliebende“, der Erbauer von Esterháza. So nennt man das prachtvolle Schloss in Esterháza/Fertőd deutsch, auch als „ungarisches Versailles“ bezeichnet, um es von dem Schloss in Eisenstadt/Kismarton zu unterscheiden. Der Hauptteil der Bauarbeiten erfolgte in den Jahren zwischen 1763 und ...

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Vergangenheitsbewältigung nach slowakischer Art

Photos by LMih 2021. 8. Oktober, Magyar Nemzet von ISTVÁN KRÓMER Haben Sie gehört, dass die slowakische Regierung um Verzeihung für die Beneš-Dekrete gebeten hätte, deren schändliche Bestimmungen die Grundrechte und die Freiheit der Bürger ungarischer Herkunft beschnitten, und ihr aufrichtiges Bedauern für die unschuldigen Opfer dieser Tragödie zum Ausdruck gebracht hätte? Fast richtig gehört, da die Regierung der Slowakischen Republik es als moralische Verpflichtung ansah, öffentlich ihr Bedauern für die von den ...

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Entrechtung der Ungarn und Deutschen: über die Beneš-Dekreten

5. Oktober, 2021 nach ma7.sk Vor fünfundsiebzig Jahren, am 2. August 1945, erließ der tschechoslowakische Staatschef Edvard Beneš den Verfassungserlass Nr. 33 "über die Regularisierung der Staatsangehörigkeit von Personen deutscher und ungarischer Nationalität". Dieses Dekret gipfelte darin, dass zwei Nationalitäten, die kollektiv zu Kriegsverbrechern erklärt worden waren, entrechtet und ihrer Staatsbürgerschaft sowie ihres Eigentums beraubt wurden. In der tschechischen Hälfte der Tschechoslowakei, die 1918 auf den Trümmern der österreichisch-ungarischen Monarchie entstand, ...

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Ihr einziges Verbrechen bestand darin, Ungarn zu sein

13. April 2021 Seit einem einstimmigen Beschluss des ungarischen Parlaments im Jahr 2012 ist der 12. April der Tag des Gedenkens an die aus Oberungarn (heute Slowakei) deportierten Ungarn. Die Beneš-Dekrete, die dem (damaligen) tschechoslowakischen Staat die Rechtsgrundlage für diese ethnische Säuberung lieferten, sind jedoch trotz des Beitritts der Nachfolgestaaten zur Europäischen Union immer noch Teil der tschechischen und slowakischen Gesetzgebung. Heute gedenkt Ungarn der mehr als hunderttausend Ungarn ...

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