Geschichte

Sopron, die Stadt der Treue

14. Dezember 2021 Freiheit und Patriotismus sind die beiden großen Traditionen der ungarischen Politik, die „zwei Hauptpfeiler des tausendjährigen Ungarns, die durch den Balken der Treue verbunden sind“, sagte Ministerpräsident Viktor Orbán in Sopron anlässlich des hundertjährigen Jubiläums der Volksabstimmung, die den Verbleib der Stadt innerhalb der ungarischen Grenzen besiegelte. Vor 100 Jahren, am 14. Dezember 1921 fand die legendäre Volksabstimmung in der westungarischen Stadt Sopron (Ödenburg) statt. Laut dem Protokoll von ...

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DIKTATUR

a 6. Dezember 2021 Magyar Hírlap von IRÉN RAB In einer sternlosen Augustnacht im Jahr 1951 floh Gy.S. aus dem Zwangsarbeitslager in Badacsonytomaj am Plattensee. Es war Nachtschicht, die Häftlinge arbeiteten am erzwungenen Aufbau des Sozialismus in der Basaltmine, aber Gy.S. umging die Aufmerksamkeit und das Wohlwollen des Wachpersonals und verschwand mit vorsätzlicher Absicht im Gebüsch. Er wollte in den Westen, in die Welt, die er für frei hielt. Gy.S. war ein politischer ...

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Wie Siebenbürgen verloren ging

Rumänische Okkupation von Klausenburg/Kolozsvár, 1918. Quelle: Múlt-kor 4. Dezember, 2021 von IRÉN RAB 1861 wurden die historischen Regionen Walachei und Moldau in Gestalt des Fürstentums Rumänien erstmals zu einem Staat im modernen Sinn vereint. Dieser rumänische Nationalstaat, der zunächst unter der formalen Oberhoheit des Sultans verblieb, erreichte 1878 im Berliner Kongress die vollkommene Unabhängigkeit und versuchte – seit 1881 nunmehr als Königreich – an der Aufteilung der europäischen Teile des Osmanischen Reiches ...

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Graf János Esterházy – der Märtyrer vom ehemaligen Oberungarn, Teil 2.

30. November, 2021 Gastbeitrag von ISTVÁN HEINRICH Von 1945 bis zum Tod Nach der Besetzung Bratislavas durch die sowjetische Armee 1945 internierte die sowjetische Führung  Esterházy, doch nach 12 Tagen wurde er wieder freigelassen. Dann besuchte er Gustav Husak (1913-1991), den Vertreter der temporären slowakischen Regierung, um gegen die Verfolgung und Misshandlungen ungarischer Bürger infolge des Kaschauer Regierungsprogramms Protest einzulegen und über ein ungarisches Memorandum zu verhandeln. Husak ließ ihn ohne weiteres festnehmen und ...

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Graf János Esterházy – der Märtyrer vom ehemaligen Oberungarn, Teil 1.

29. November, 2021 Gastbeitrag von ISTVÁN HEINRICH Eine kurze Familienchronik Wenn der Name Esterházy fällt, so denkt man gewöhnlich an die Fürsten Esterházy.  Als sagenumwobene Gestalt der Familie gilt Miklós I. (1714-1790), der „Prachtliebende“, der Erbauer von Esterháza. So nennt man das prachtvolle Schloss in Esterháza/Fertőd deutsch, auch als „ungarisches Versailles“ bezeichnet, um es von dem Schloss in Eisenstadt/Kismarton zu unterscheiden. Der Hauptteil der Bauarbeiten erfolgte in den Jahren zwischen 1763 und ...

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Unsterblichen, 1956

Festrede von Zsuzsanna Borvendég am 4. November, zum Tag der Unsterblichen „Ich habe gezittert. Der Schweiß floss in dünnen Rinnsalen von meiner Stirn. Er sickerte nach unten und brannte in meinen Augen. Unter dem nach vorne gezogenen Rand des Stahlhelmes sah ich die Panzer, die gepanzerten Fahrzeuge auf dem Platz. Sie waren hundert-zweihundert Meter entfernt, still, bedrohlich. Ein T 34-er stand an der Einmündung der Straßenkreuzung quer. Wie ...

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Gedenktag der in die Sowjetunion deportierten Ungarn

25.November 2021, Országgyűlés von János Latorcai Der 25. November ist der Tag des Gedenkens an die in die Sowjetunion deportierten ungarischen politischen Gefangenen und Zwangsarbeiter. An diesem Tag im Jahr 1953 kehrten 1.500 politische Gefangene aus der Sowjetunion nach Hause zurück. Sie gehörten zu den rund 800.000 Ungarn, die ab Herbst 1944 als Kriegsgefangene in die Sowjetunion deportiert oder zu jahrelanger Zwangsarbeit interniert worden waren oder die nach dem Zweiten ...

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Flucht in die Freiheit 1956

4. November 2021 von Ungarn Heute Während und nach der ungarischen Revolution im Jahr 1956, zwischen dem 23. Oktober 1956 und 30. April 1957, sind rund 200.000 Ungarn vor der Rückkehr der Kommunisten und den Vergeltungen Richtung Westen geflüchtet und haben ihr Heimatland oft für immer verlassen. Die Mehrheit hat sich in den USA, Kanada, Großbritannien, Westdeutschland, der Schweiz und Frankreich angesiedelt, aber auch in Österreich ist ein beträchtlicher Teil geblieben. ...

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Vergangenheitsbewältigung nach slowakischer Art

Photos by LMih 2021. 8. Oktober, Magyar Nemzet von ISTVÁN KRÓMER Haben Sie gehört, dass die slowakische Regierung um Verzeihung für die Beneš-Dekrete gebeten hätte, deren schändliche Bestimmungen die Grundrechte und die Freiheit der Bürger ungarischer Herkunft beschnitten, und ihr aufrichtiges Bedauern für die unschuldigen Opfer dieser Tragödie zum Ausdruck gebracht hätte? Fast richtig gehört, da die Regierung der Slowakischen Republik es als moralische Verpflichtung ansah, öffentlich ihr Bedauern für die von den ...

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Entrechtung der Ungarn und Deutschen: über die Beneš-Dekreten

5. Oktober, 2021 nach ma7.sk Vor fünfundsiebzig Jahren, am 2. August 1945, erließ der tschechoslowakische Staatschef Edvard Beneš den Verfassungserlass Nr. 33 "über die Regularisierung der Staatsangehörigkeit von Personen deutscher und ungarischer Nationalität". Dieses Dekret gipfelte darin, dass zwei Nationalitäten, die kollektiv zu Kriegsverbrechern erklärt worden waren, entrechtet und ihrer Staatsbürgerschaft sowie ihres Eigentums beraubt wurden. In der tschechischen Hälfte der Tschechoslowakei, die 1918 auf den Trümmern der österreichisch-ungarischen Monarchie entstand, ...

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