Geschichte

Auf der ungarischen Seite der Geschichte

" Wir Ungarn sind nicht besser oder schlechter, sondern einfach anders." Viktor Orbáns Festrede auf der Gedenkfeier zum 200. Jahrestag der Entstehung der Hymne 22. Januar 2023, Szatmárcseke Exzellenzen und hochwürdigste Herr Bischöfe! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Liebe Ungarn! Die Hymne habe ich zuletzt vor fünf Tagen gesungen. Wir standen in Losonc (Slowakei), bei der Aufbahrung von Miklós Duray, unseres unsterblichen Freundes. Ungarn aus allen Teilen des Karpatenbeckens, zumeist natürlich aus ...

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Gedenktag für die vertriebenen Ungarndeutschen

19. Januar 2023 Die ungarische Nationalversammlung hat im Jahr 2012 ohne Gegenstimme den 19. Januar zum Gedenktag für die Vertreibung der Ungarndeutschen ausgerufen. Die Parlamentsentscheidung ist ein eindeutiger Beleg für das Interesse Ungarns an einer Aufarbeitung seiner Geschichte. Ungarn ist das einzige Land, aus dem Deutsche verrtieben wurden, und das sich zu seiner Verantwortung bekennt. In den 1940er Jahren war das Prinzip der Kollektivschuld allgemein anerkannt. Für die Gräueltaten des Dritten Reiches wurden ...

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Zum Tag der Religionsfreiheit

16. Januar 2023 Erdély Világa Zwischen dem 6. und 13. Januar 1568 wurde während der Herrschaft von János Zsigmond (1540-1571) der Landtag in siebenbürgischen Torda abgehalten, der – erstmalig auf der Welt – die Gewissens- und Religionsfreiheit als Gesetz verabschiedete. Siebenbürgen überholte auf diesem Gebiet bei Weitem die besser entwickelten, westlichen Teile Europas und gab der Welt ein gutes Beispiel an religiöser Toleranz. In Folge der türkische Eroberung hat das Königreich ...

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Wie Siebenbürgen verloren ging

"Das ist der Krieg, mein Sohn, den wir verloren haben, deshalb wurde Siebenbürgen an Rumänien gegeben. Besonders gestört hat mich das Wort 'gegeben' . Ich dachte, man könne nur Dinge, wie ein Messer oder eine hübsch verzierte Schachtel oder einen kleinen Vogel weggeben. Dass man auch ein Land mit seinen Wäldern, Bergen, Flüssen und Menschen einfach weggeben kann, konnte ich mir ganz und gar nicht vorstellen." (Albert Wass 1908-1998)  1. ...

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„Das liebe Land Ungarn küssen“ – Gedenktag der in die Sowjetunion deportierten Ungarn

25. November 2022, von János Latorcai Der 25. November ist der Tag des Gedenkens an die in die Sowjetunion deportierten ungarischen politischen Gefangenen und Zwangsarbeiter. An diesem Tag im Jahr 1953 kehrten 1.500 politische Gefangene aus der Sowjetunion nach Hause zurück. Sie gehörten zu den rund 800.000 Ungarn, die ab Herbst 1944 als Kriegsgefangene in die Sowjetunion deportiert oder zu jahrelanger Zwangsarbeit interniert worden waren oder die nach dem Zweiten Weltkrieg in die Gulag-Gefangenenlager ...

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Was hier geschieht, will die Welt nicht hören

Gemeinsamer Protest für ungarische Bildung 22. Oktober 2022 Kárpátalja.ma von ILDIKÓ OROSZ Die Rede von Ildikó Orosz, Präsidentin der II. Ferenc-Rákóczi-Ungarischen-Hochschule-Beregszász/Beregovo/ Bergsaß (Transkarpatien, Ukraine) bei den zentralen Feierlichkeiten am Haus-des-Terrors-Museums, 2018 Sehr verehrter Herr Ministerpräsident, geehrte kirchliche und weltliche Würdenträger, geehrtes feierndes Publikum! Ergriffen stehe ich hier wie ein Erstklässler, der das erste Mal die Schwelle der Schule überschreitet. Ich, die im Jahr 1956 noch nicht einmal geboren wurde, ich, die ich bei Weitem ...

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GLORIA VICTIS! – Nationaler Trauentag

6. Oktober 2022 von Irén Rab Am 6. Oktober 1849 wurden 13 Anführer und Generäle des Aufstands und Freiheitskrieges von 1848/49 in der heute zu Rumänien gehörenden Stadt Arad hingerichtet, obwohl ihnen die österreichischen und russischen Sieger freies Geleit zugesichert hatten. An diesem Tag wurde auch der erste ungarische Ministerpräsident, Lajos Batthyány in Pest ebenfalls hingerichtet. Die erste Orbán-Regierung erklärte 2001 den 6. Oktober zu nationalem Trauertag, um an die Hinrichtung der Märtyrer von Arad zu erinnern. Die Ungarische Revolution 1848 war ein Aufstand des Revolutionsjahres ...

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Unabhängigkeit und Souveränität über alles

20. September 2022 von KORNÉL BAKAY Das ungarische Volk war vor tausend Jahren ein großes und starkes Volk, aber es mangelte ihm schon damals an Bruder- oder Verwandtenvölkern. Zwar verschmolz es durch das eigene Blut besiegelten Vertrag mit den Onoguren, Alanen, Petschenegen und sie besetzten gemeinsam das Karpatenbecken, wo bereits ungarische Töne zu hören waren, nämlich durch die hier aufgefundenen awarischen Bewohner. Die Quellen bezeugen aber auch, dass sie ihre Beziehungen ...

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Anti-ungarische Aktionen in der Ukraine 2014-2018

15. September 2022 Auf Ersuchen des ungarischen Kulturvereins in den Unterkarpaten (KMKSZ) hat das Tivadar Lehoczky Sozialwissenschaftliches Forschungsinstitut des II. Ferenc Rákóczi Ungarischen Hochschule in den Unterkarpaten seit 2014 anti-ungarische Manifestationen in der Ukraine beobachtet und dokumentiert. Zwischen 2014 und 2018 wurden 426 Fälle von anti-ungarischen Manifestationen in der Ukraine erfasst. Die Mitarbeiter von TV21 Ungvár (Uzhgorod) haben aus den gesammelten Forschungsmaterialen über die Vorgänge und Gräueltaten zwischen ...

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Zwiespältiges Siebenbürgentum

14. September 2022, Corvinák.hu von ZSOLT K. LENGYEL In seiner kleinungarischen Phase, die auf seine großungarische Vorgeschichte gefolgt war, setzte er zwei einvernehmliche Regionalisierungen voraus: auf ungarischer Seite des ungarischen Nationalbewusstseins, auf rumänischer Seite des rumänischen Nationalstaates. Sein konzeptionelles Kernelement, der siebenbürgische, vor allem ungarische Autonomiegedanke, forderte nach dem Friedensschluss von Trianon gleich zwei Treueschwüre: einen dem rumänischen Staat und den anderen der ungarischen Nation gegenüber. Die Vorstellung eines siebenbürgischen Mittelweges ...

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