Geschichte

Die Entrechtung und Vertreibung der ungarischen Bevölkerung aus der Tschechoslowakei 1944-1949

12. April 2022 Die ungarische Nationalversammlung erklärte am 3. Dezember 2012 ohne Gegenstimmen den 12. April zum Gedenktag, den Tag, an dem die "Umsiedlung" (Vertreibung) der ungarischen Bevölkerung aus Oberungarn (heutige Slowakei) begann. Es ist eine historische Tatsache, dass die »oberländischen« (felvidéki) Ungarn ab dem 11. Jahrhundert jenen Boden kultivierten, den sie nach dem Zweiten Weltkrieg verlassen mussten beziehungsweise von dort amtlich vertrieben wurden. Die ethnische und Sprachgrenze seiner Vorfahren ...

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Schlacht um Budapest 1944-1945

Die von deutschen Truppen gesprengte Kettenbrücke, 18. Januar, 1945 12. Februar 2022 IR Budapest hat eine der größten Stadtschlachten des 2. Weltkriegs erlitten. Wir dürfen die Verwüstung, die zerschossene Stadt nie vergessen. Hiermit möchten wir des Elends der etwa einen Million Stadtbürger, der Unglücksmenschen, der Kriegsopfer, der gefallenen Soldaten gedenken. Als Schlacht um Budapest werden die Kämpfe in und rund um die belagerte ungarische Stadt Budapest zwischen der sowjetischen Roten Armee und den deutschen bzw. ungarischen Truppen vom 29. Oktober ...

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Der linksextreme Block

11. Februar 2022 Magyar Hirlap von KÁROLY SZERENCSÉS Rákosi wusste, dass die Kommunisten allein, mit sauberen politischen Mitteln ihren Willen in Ungarn nicht durchsetzen können.   Man konnte Mátyás Rákosi (1892-1971) Generalsekretär der Kommunistischen Partei Ungarns, ansehen, dass er jetzt etwas Geistreiches sagen will. Mit der ihm eigenen Bewegung zog er kurz an seiner Hose und steckte seine beiden Daumen in seinen Gürtelhalter. Ferenc Nagy (1903-1979), der Ministerpräsident von der Kleinwirtpartei, ...

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„Antidot gegen das deutsche Opium“¹

22. Januar 2022 Kontra von MÁRTON BÉKÉS Die ungarisch-deutschen Beziehungen, jedenfalls was die beiden Völker betrifft, zeigen viele positive Beispiele, angefangen von der kulturellen Integration des wirtschaftlich sehr weit entwickelten, hiesigen Ungarndeutschtums (die Zipser in Oberungarn, die Hiencer und Ponzichter in Westungarn incl. Burgenland, die Schwaben in Mittel- und Südungarn, die Sachsen in Siebenbürgen) bis zur Waffenbrüderschaft im I. Weltkrieg. Aber auch die negativen Erinnerungen haben eine lange Tradition, die ...

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Sopron, die Stadt der Treue

14. Dezember 2021 Freiheit und Patriotismus sind die beiden großen Traditionen der ungarischen Politik, die „zwei Hauptpfeiler des tausendjährigen Ungarns, die durch den Balken der Treue verbunden sind“, sagte Ministerpräsident Viktor Orbán in Sopron anlässlich des hundertjährigen Jubiläums der Volksabstimmung, die den Verbleib der Stadt innerhalb der ungarischen Grenzen besiegelte. Vor 100 Jahren, am 14. Dezember 1921 fand die legendäre Volksabstimmung in der westungarischen Stadt Sopron (Ödenburg) statt. Laut dem Protokoll von ...

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DIKTATUR

a 6. Dezember 2021 Magyar Hírlap von IRÉN RAB In einer sternlosen Augustnacht im Jahr 1951 floh Gy.S. aus dem Zwangsarbeitslager in Badacsonytomaj am Plattensee. Es war Nachtschicht, die Häftlinge arbeiteten am erzwungenen Aufbau des Sozialismus in der Basaltmine, aber Gy.S. umging die Aufmerksamkeit und das Wohlwollen des Wachpersonals und verschwand mit vorsätzlicher Absicht im Gebüsch. Er wollte in den Westen, in die Welt, die er für frei hielt. Gy.S. war ein politischer ...

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Wie Siebenbürgen verloren ging

Rumänische Okkupation von Klausenburg/Kolozsvár, 1918. Quelle: Múlt-kor 4. Dezember, 2021 von IRÉN RAB 1861 wurden die historischen Regionen Walachei und Moldau in Gestalt des Fürstentums Rumänien erstmals zu einem Staat im modernen Sinn vereint. Dieser rumänische Nationalstaat, der zunächst unter der formalen Oberhoheit des Sultans verblieb, erreichte 1878 im Berliner Kongress die vollkommene Unabhängigkeit und versuchte – seit 1881 nunmehr als Königreich – an der Aufteilung der europäischen Teile des Osmanischen Reiches ...

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Graf János Esterházy – der Märtyrer vom ehemaligen Oberungarn, Teil 2.

30. November, 2021 Gastbeitrag von ISTVÁN HEINRICH Von 1945 bis zum Tod Nach der Besetzung Bratislavas durch die sowjetische Armee 1945 internierte die sowjetische Führung  Esterházy, doch nach 12 Tagen wurde er wieder freigelassen. Dann besuchte er Gustav Husak (1913-1991), den Vertreter der temporären slowakischen Regierung, um gegen die Verfolgung und Misshandlungen ungarischer Bürger infolge des Kaschauer Regierungsprogramms Protest einzulegen und über ein ungarisches Memorandum zu verhandeln. Husak ließ ihn ohne weiteres festnehmen und ...

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Graf János Esterházy – der Märtyrer vom ehemaligen Oberungarn, Teil 1.

29. November, 2021 Gastbeitrag von ISTVÁN HEINRICH Eine kurze Familienchronik Wenn der Name Esterházy fällt, so denkt man gewöhnlich an die Fürsten Esterházy.  Als sagenumwobene Gestalt der Familie gilt Miklós I. (1714-1790), der „Prachtliebende“, der Erbauer von Esterháza. So nennt man das prachtvolle Schloss in Esterháza/Fertőd deutsch, auch als „ungarisches Versailles“ bezeichnet, um es von dem Schloss in Eisenstadt/Kismarton zu unterscheiden. Der Hauptteil der Bauarbeiten erfolgte in den Jahren zwischen 1763 und ...

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Unsterblichen, 1956

Festrede von Zsuzsanna Borvendég am 4. November, zum Tag der Unsterblichen „Ich habe gezittert. Der Schweiß floss in dünnen Rinnsalen von meiner Stirn. Er sickerte nach unten und brannte in meinen Augen. Unter dem nach vorne gezogenen Rand des Stahlhelmes sah ich die Panzer, die gepanzerten Fahrzeuge auf dem Platz. Sie waren hundert-zweihundert Meter entfernt, still, bedrohlich. Ein T 34-er stand an der Einmündung der Straßenkreuzung quer. Wie ...

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